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Früchtebrot

 

Das Früchtebrot ist ein bekanntes Rezept aus der Weihnachtszeit. Den Namen verdankt dieses Brot den getrockneten Früchten. Neben den Dörrbirnen sind viele andere Trockenfrüchten wie Pflaumen, Rosinen, Feigen, Orangeat und Haselnüsse mit auf der Zutatenliste.

Anfangs wurde Früchtebrot ohne Honig und Zucker hergestellt, denn die Süße stammte allein aus den Dörrfrüchten. Eher selten ist auch die Variante eines in Hefeteig eingeschlagenen Früchtebrots. Der Hefeteig nimmt dem Brot das rustikale Aussehen, verhindert aber das Verbrennen der außenliegenden Früchte.
Rezept für 1513g Früchtebrotteig / 5Stk 300g Teigeinlage

Früchtemischung:

  • 250g Dörrbirnen (klein geschnitten)
  • 150g Rosinen
  • 150g Dörrpflaumen (halbiert)
  • 150g Feigen (klein geschnitten)
  •   50g Orangeat
  • 150g geröstete Haselnüsse (ganz)
  • 125g Rohzucker
  • 200g kochendes Wasser
  •   50g Rum
  •   25g Schnaps
  •     3g Früchtebrotgewürz

Alles miteinander vermischen und zugedeckt 1-2 Tage ziehen lassen.

 

Brotteig:

  • 80g Roggenmehl
  • 40g Weizenmehl
  • 85g Wasser
  •   5g Hefe

Mehl, Hefe und Wasser mit Kochlöffel verrühren und am langsamen Gang unter die Früchtemischung mischen. NICHT zu lange mischen – nur sauber vermischen (sollte der Teig zu fest erscheinen, kann Wasser nachgeschüttet werden). Teig zugedeckt 60 Minuten vor der Weiterverarbeitung reifen lassen.

 

Briocheteig:

  • 250g Briocheteig siehe hier

Teigmenge in 5 gleich große Teigstücke teilen. Um den Arbeitstag zu vereinfachen, kann der Briocheteig schon am Vortag zubereitet werden. Lagerung im Kühlschrank bei 4°C.

 

Anleitung:

  • Die 5 Teiglinge vom Briocheteig zu dünnen/runden Fladen (ca.17-20cm Durchmesser) ausrollen.
  • Die Teigflecke mit einem Pinsel abbürsten (am Teigfleck sollte kein loses Mehl haften)
  • Mit “nassen” Händen den Früchteteig in 5 gleich große Stücke teilen und zu runden Kugeln formen (durch die nasse Oberfläche verbindet sich der Briocheteig mit dem Früchtebrotteig)
  • Die nassen Teigkugeln in der Mitte der ausgerollten Teigstücke auflegen und leicht andrücken.
  • Nun kann der Teigfleck um den Früchtebrotteig eingeschlagen werden.
  • Nach dem Einschlagen sollten die Früchtebrote in eine gleichmäßige Form gebracht werden.
  • Mit reinem Dotter bestreichen und anschließend mit einer Gabel “stupfen” (dies verhindert unerwünschte Blasenbildung).
  • An der Oberfläche mit halben Mandel verzieren.
  • Vor dem Backen mind. 80-90 Minuten abstehen lassen.
  • Gebacken werden die Früchtebrote bei 190°C fallend 180-175°C /ohne Schwaden!
  • Backzeit: 60 Minuten

 

 

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34 Kommentare

  1. Senn Günther

    Hallo
    Anbei Fotos von meinen Zelten (Früchtebrot)

  2. Martin Neu

    Hallo Dietmar,
    über die, deine Seite und Rezepte lobenden, Beiträge auf der Seite steinbackofenfreunde.de bin ich auf deine Seite gestoßen. Dein Rezept für Früchtebrot habe ich mit großem Interesse gelesen da ich mir schon vor vielen Jahren ein ähnliches Verfahren mit einem gewürzten Brotteig, ganz dünn ausgewellt, alsHüllteig erarbeitet habe. Der Grund war neben dem Zusammenhalt der Früchtemasse auch die Tatsache, dass mich die verbrannten/bitteren Früchte an der Oberfläche gestört haben. Somit werden 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen und es zeigt mir, dass ich damit gar nicht so falsch liege.
    Ich versuche mal ein Bild anzuhängen.

    • Hallo Martin,
      dein Früchtebrot sieht ja SUPER aus!
      Da würde ich doch glatt noch mal eins backen wollen :-) :-)
      Lg. Dietmar

      • Martin Neu

        Danke für dein Lob, Dietmar.
        Gestern habe ich das allerletzte Stückchen der letzten Charge vernascht
        Wenn es dich nochmal packt, das Schnitzbrot-Fieber, würde ich dir gerne das Rezept zur Verfügung stellen. :-))

  3. Claudia

    Hallo Dietmar! Das Früchtebrot ist wirklich spitze – trotz unbeabsichtigter Roggenmehlbeigabe im Briocheteig (wollte eigentlich Weizenmehl aus dem Vorratsschrank holen – während der Teig mischte sah ich dann was auf der Tüte stand) :-)
    Ich wünsche dir ein Weihnachtsfest ganz nach deinen Vorstellungen und einen guten Start ins neue Jahr! Claudia

    • Hallo Claudia,
      perfekt Gebacken und die Idee mit den ausgestochenen Sternen gefällt mir besonders :-)
      (das wird sich aber bis Weihnachten nicht halten :-) :-) )
      Lg. und auch dir ein schönes Weihnachtsfest
      Dietmar

  4. reiki-hanne

    Hallo Didi,
    mein Fehler beim Früchtebrot: ZU WENIG! Hab nichts abgekriegt. Aber die Resonanz der Abnehmer ist großartig, alle waren begeistert.
    Da muss ich dann wohl noch mal ran.
    Liebe Grüße
    Hanne

  5. Stefanie

    Hallo Dietmar,

    ich habe nachgebacken, allerdings noch nicht angeschnitten. Es wurden 11 kleinere Früchtebrote.
    Statt Eistreiche hab ich nen Zuckerguss drauf gestrichen. Auch die Gewürze hab ich vergessen.
    Bei mir wurde die erste Ladung etwas dunkel, hab dann die zweite bei niedrigerer Temperatur gebacken.

    Danke für das Rezept.
    Steffi

  6. Emma

    Ich schleiche schon seid mehreren Wochen in diesem wunderbar lehrreichen Blog und möchte jetzt endlich mein Kompliment aufschreiben und meine Bewunderung dafür, dass ein echter Bäckermeister so viel wissen an die Hobbybäcker weiter gibt und auch noch so viel Zeit für die Antworten auf jede Frage die gestellt wird! Hut ab!
    Und jetzt kommt sie, meine Frage… Wenn ich beim Briocheteig auf ” hier” klicke werde ich zu den Apfelinos weiter geleitet, (übrigens die schmecken sehr lecker) soll es heißen die gleichen Zutaten auf 250gr reduzieren, oder verstehe ich was fasch?
    LG Emma

    • Hallo Emma,
      DANKE, DANKE :-) :-)
      Das Rezept zum Einschlagen des Früchtebrotes ist das gleiche wie bei den Apfelinos! Eine Teigmenge von 250g zu kneten wird schwierig, daher würde ich eine größere Teigmenge mit etwas anderem kombinieren ;-)
      Lg. Dietmar

  7. reiki-hanne

    Hallo Didi,
    jetzt bin ich auch angefixt und in den Vorbereitungen. Da es hier bei uns im Dorf keine Dörrbirnen gibt, habe ich erstmalig den geschenkten Dörrautomaten in Gebrauch – ich hoffe,das geht gut.
    Früchtebrotgewürz kann ich hier auf die Schnelle auch nicht beschaffen. Deshalb meine Frage: was gehört denn da alles rein? Dann würd ich mal was ähnliches zusammenmixen.
    Liebe Grüße
    Hanne

    • Hallo Hanne,
      die Frage hab ich schon mal beantwortet ;-)
      alternativ kann man auch etwas Lebkuchengewürz verwenden :-)
      Lg. Dietmar

      • reiki-hanne

        Tja, wer lesen kann, …
        Wer sich auch noch erinnern kann, ist noch besser!
        Danke für Deine Geduld, auch mit temporär verschusselten Hobbbäckern und liebe Grüße
        Hanne

  8. Helga

    meine mutti macht das seit ich denken kann. wir sagen allerdings “kletzenbrot” dazu. seit vielen jahren lässt sie den äußeren teig weg, was uns allen ehrlich gesagt lieber ist. und seit ich selber backe, lässt sie sich von mir den sauerteig dafür zubereiten … einen echten, nimmer dieses sackerl-trocken-zeug … sie gibt nämlich sauerteig dazu. davon steht ja in deinem rezept nix.

    mmmmmmh … eine scheibe mit bissl butter und käse … mmmmmmmh! voi guat!!!

    • Hallo Helga,
      bei meinem Rezept ist der Fruchtanteil so hoch, das die dazu verwendete Teigmenge leider zu gering ist um extra Brotteig zu kneten. Wenn Brotteig vorhanden ist, kann dieser natürlich auch verwendet werden. Die im Blog stehen Rezeptur würde auch ohne Einschlagen leider nicht halten – würde beim Backen zerfallen (eventuell nur in Kastenform).
      Danke für das Bild, denn ich finde es schön, wenn manche Bräuche zu Hause noch aufrecht erhalten werden.
      Lg. Dietmar

      • Helga

        :-) … jedes jahr ein muss! meine eltern sind 74. einmal im jahr krempeln sie im wahrsten sinne des wortes die ärmel hoch und machen gut 30 laib kletzenbrot. papa steckt bis zu den ellenbogen im brotteig, mutti ist für das feintuning verantwortlich. und seit ich selbst unser brot backe, kommt der sauerteig von mir. ich mag so alte traditionen auch voll … einfach schön!
        in diesem sinne: eine schöne adventszeit, frohe weihnachten und einen guten rutsch ins jahr 2016!
        glg helga

      • Auch dir einen schönen Advent, aber bis zum Rutsch hören wir uns sicher noch ;-)
        Lg. Dietmar

  9. So ein ähnliches Rezept hatte ich auch schon mal vor ewigen Zeiten und fand das recht gut, ganz anders als die schwäbische Variante. Wenn ich mal viel Zeit hab….

    • Das schöne an diesem Brot: Es hält “Wochenlang” frisch und ist ein “perfektes Geschenk” :-)

      • Stefanie L.

        Genau das wollte ich fragen, ich schleiche schon die ganze Zeit um das Rezept herum.
        Allerdings werde ich Äpfel statt Birnen nehmen und mein Schnaps wird Orangenlikör, mag und hab keinen Rum.

        Und verschenken will ich sie auch :-)

  10. Armin

    Hallo Dietmar, welch ein herrliches Rezept. Ich kann jeden nur empfehlen es zu versuchen, aber Vorsicht, das Ergebnis birgt ein hohes Suchtpotenzial. Danke für das Rezept und ich wünsche dir trotz Hochsaison etwas Zeit für die schönen Dinge im Leben.
    LG Armin

  11. So habe ich es vor zwei Jahren in Salzburg gekauft und genossen. Allerdings bezweifle, ich, daß die mit einem Brioche-Teig umhüllt wurden. Seitdem warte ich darauf, daß du ein Rezept dafür verrätst, Dietmar ;-) Vielen Dank!!
    Björn

    • Hallo Björn,
      das Rezept wird dir gefallen :-) :-)
      (ist für jeden sehr einfach nachzubacken :-) )
      Man kann auch die Früchtemischung über mehrere Tage ansetzten und erst beim nächsten Brotbacken mit verbacken ;-)
      Lg. Dietmar

  12. cremecaramelle

    Hallo Dietmar,

    das ist das Früchtebrot aus meinen Kindertagen, das mit dem hellen Teigmantel, das ich nie mehr wo bekommen habe. Da ist Nachbacken fast eine Pflichtaufgabe! Kannst Du bitte noch was zur Zusammensetzung des Gewürzes sagen, danke.

    Grüße
    Irmgard

    • Hallo Irmgard,
      ich habe eine fertige Früchtebrotmischung gehabt,
      hab aber auch ein Rezept für eine selbstgemachte Gewürzmischung:
      – 100g Zimt gemahlen
      – 50g Sternanis gemahlen
      – 75g Anis gemahlen
      – 5g Pfeffer gemahlen
      “alles miteinander mischen, und im Schraubglas aufbewahren”
      Lg. Dietmar

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