Hüttenweckerl

Oft kommt man aus Zeitgründen nicht so zum Backen wie man  gerne möchte, und so ist auch dieses Rezept entstanden. Bei diesem Rezept wird einfach ein fertiggemischter Brotteig mit einigen weiteren Zutaten nochmals kurz zu einem Teig geknetet. Nach dem Kneten eine Teigreife einlegen,anschließend den Teig in gleich große Stücke teilen und schon kann der Teig zu den gewünschten Gebäcken geformt werden.

Die Rezeptur sollte euch helfen, einmal einen Richtwert zu bekommen. Ob man diesen Teig nun mit Gewürzen (Kümmel, Fenchel gemahlen,..) verfeinert, oder noch vieleicht mit einigen Saaten (Sonnenblumen, Kürbiskerne,..) aufbessert, bleibt jedem selber überlassen.

Um mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, sollte man nur mit kleinen Veränderungen anfangen. Je mehr Brotteig du verwendest, desto kürzer wird die Misch- und Knetzeit. Bei diesem Rezept betrug die Mischzeit 4 Minuten und die Knetzeit 2 Minuten. Würde der Teig überknetet werden, so würde der Ausbund beim fertigen Gebäck nur minimal ausfallen.

Ich war echt erstaunt, als ich das erste mal in den Ofen sah! Ein echt gelungener Ausbund und vom Geschmack nicht zu toppen! Ich kann dieses Rezept nur jedem der gerne Brötchen bäckt empfehlen.

Rezept für 1560g Brötchenteig  ca.20 Stk/80g

  • 600g Brotteig
  • 600g Weizenmehl Type 700
  • 300g Wasser (eventuell etwas zurückbehalten und bei Bedarf hinzufügen)
  •   30g Honig
  •     8g Hefe
  •    15g Meersalz

Nach dem kneten zugedeckt 20 Minuten reifen lassen. Danach auswiegen, und zu runden Teigballen schleifen. Weitere 20 Minuten rasten lassen und danach zu den gewünschten Gebäcken formen.

Mit knapper Gare bei 250°C  mit Schwaden ca. 15 Minuten backen.

Hinweis: Dieses Rezept gelingt auch mit anderen Brotteigen.

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35 Kommentare

  1. Elisabeth

    Hallo Dietmar!

    Kann ich für die Weckerl auch einen Roggenbrotteig verwenden oder eignet sich dafür eher heller Teig?

    Liebe Grüße Elisabeth

  2. Claudia

    Hallo!
    Ich habe eine kurze Verständnisfrage: unter „fertigem Brotteig“ verstehst du den Teig, der schon gereift ist (je nach Rezept) oder den gerade gemischten Teig?

    • Claudia

      Vermutlich meinst du den schon gereiften Teig, die Brötchen reifen ja nur mehr kurz…?
      Könnte man die Brötchen dann auch noch „halb-“ oder „doppelt-backen“? Haback für Weizen, doppeltgebacken für Roggen, richtig? Könnte man reine Dinkelbrote auch halb- oder doppeltbacken?

      • Klar kannst du Dinkelbrote halb- oder doppelt Backen 😉
        (ich würde die Brötchen fertig backen, einfrieren und 2 Min. bei 230°C im gefrorenen Zustand aufbacken – so sind sie am besten)

    • Hallo Claudia,
      komplett egal – gereift, ungereift, Restteige …
      Lg. Dietmar

  3. Petra C.

    Lieber Dietmar, die Hüttenweckerl sind doch eingeschnitten? Und dann fällt mir an den Fotos auf, daß sie vermutlich in Schrot getaucht wurden?
    Gruß, Petra C.

    • Hallo Perta,
      die Hüttenweckerl hab ich NICHT geschnitten!
      Beim Formen habe ich sie mit dem Teigschluss nach „unten“ auf ein Tuch (das Tuch zuvor mit Schrot bestreut) abgesetzt. Vor dem Backen umdrehen und nach 3-5 Minuten in den Ofen schieben – Schwaden fertig. Der Ofentrieb reißt den Teigschluss auf 😉
      Lg. dietmar

  4. Helmut Ebeling

    Hallo Dietmar, was ist Mischzeit, was ist Knetzeit, bzw. wo ist der Unterschied. Ist Mischen bei der Kenwood z.B. Stufe min und Kneten Stufe 1? Wenn ich die Zeiten richtig zusammenrechne, werden die Hüttenweckerl noch vor dem Brot gebacken, oder?
    Lg Helmut

    • Hallo Helmut,
      Mischen ist immer die langsamste Stufe bei deiner Knetmaschine.
      Kneten bezieht sich immer auf den schnellsten Gang.

      Wenn deine Hüttenweckerl die Gare vor dem Brot erreicht haben, kannst du diese noch vorher backen. Du kannst die Weckerl aber auch nach der Aufarbeitung kurz im Kühlschrank lagern. Beim Backen des Brotes stellst du sie wieder aus dem Kühlschrank und lässt sie einfach garen 😉
      (der Kühlschrank richtet es!!)

      Lg. Dietmar

  5. Armin

    Hallo Dietmar, auf Wunsch meines Sohnes habe ich diese Speckweckerl nach deinem Rezpet gebacken. Aber nicht nur mein Sohn sondern die ganze Familie hat sich in der Küche versammelt als dieses tolle Aroma von gebackenen Brot und Speck sich in der Küche breit machte. Vermutlich werde ich diese Weckerl in Zukunft öfters backen dürfen. Übrigens, ich habe den Weizen 50:50 durch Dinkel und Kamut 700 ersetzt und ein Flohsamenschalen Brühstück eingebaut, schmeckt super.
    Wünsche dir und deiner Familie ein schönes Pfingstwochenende.
    Lg Armin

    • Hallo Armin,
      klasse 🙂
      (die haben nicht lange gehalten oder?)
      Ein kleiner Tipp: Reibe etwas Emmentaler unter die Speckmischung – dann fällt der Speck nicht so leicht aus der Füllung 🙂
      Lg. Dietmar

      • Armin

        Danke für den Tipp, Kostproben gibt es aktuell noch drei Stück, und zu deiner angekündigter Folge von Kleingebäck hätte ich eine BItte bitte bitte Flesserl
        Lg Armin

      • Hab sogar schon das Video 🙂 🙂

      • Armin

        Was soll ich sagen, einfach nur super Sache und danke, freue mich schon auf den Beitrag. Backe gerade Dinkel Semmeln und Stangerl, schicke ein Bild von meinem Backrohr.
        Lg Armin

  6. Nicole aus NRW

    Hallo Dietmar,
    ich habe heute die Hüttenweckerl gebacken.
    Geschmacklich sind sie lecker, wenn nur die Liebe Optik nicht wäre… 😉
    Eigentlich sollten sie ja länglich werden, so waren sie eigentlich auch geformt…
    Geworden sind es schön runde Tennisbälle.
    Naja, ich arbeite daran…! 😉
    LG, Nicole

  7. Brotbackmama

    Hallo Dietmar,

    Will morgen diese weckerl machen und frage mich, wie du diese genau geformt hast? GenU so, wie auf den Fotos hätt ich sie nämlich gerne 🙂
    Lg
    Michi

    • Hallo Michaela,
      nimm ein Teigstück, klopfe es etwas flach – schlage die obere Seite in die Mitte – und danach die untere Seite in die Mitte (übereinander) – klopf einmal mit der Hand in der Mitte drauf – mit beiden Händen die Enden zu Spitzen formen – und mit dem Schluss nach unten auf ein bemehltes Tuch legen – vor dem Backen umdrehen (knappe Gare – bewirkt ein rustikales aufreißen) – reichlich Schwaden Backen 😉
      Lg. Dietmar

  8. Hallo! das Rez beginnt mit „600g Brotteig“ Was für ein Brotteig, das kann doch jetzt alles sein?

    • Hallo Kurt,
      bei diesem Rezept kannst du jeden Brotteig verwenden der gerade zur Verfügung ist! Das ist ja gerade das schöne an diesem Rezept 🙂
      Man knetet einen Brotteig, macht davon sein Lieblingsbrot und vom restlichen Teig der übrig bleibt (wenn vorher eingerechnet) werden die Weckerl gemacht!
      Lg. Dietmar

  9. Hallo Dietmar,
    Glückwunsch zu dem tollen Blog. Eigentlich ist alles, was ich hier bisher gesehen habe, für mich nachbackenswert. Ich habe zuerst einmal mit den leckeren Hüttenweckerln angefangen. Das Rezept gefällt mir sehr gut und ich denke, dass meine nächsten Brote wohl in der Regel etwas kleiner werden. 🙂
    Wenn du mal schauen möchtest:
    http://www.backfreaks.de/comment/9538#comment-9538

    LG Brigitte

  10. Ja! Und die Marmelade ist nirgends besser aufgehoben, als bei mir!
    😉

  11. Aha soso Marmelade 😉 na dann schau ich mal in den Tiefen meiner Speisekammer, ob sich nicht noch ein Gläschen für Dich findet, dann pack ich das in Schellis Päckchen mit ein & schreib drauf, dass es für Dich ist 😉
    Was den Teig betrifft, hätt ich jetzt schon an 1-2 Tage alten gedacht – ich probier dat jetzt, zwacke heut was von dem Pave ab und mach dann morgen Brötchen 😉 Herzlichst Nadja

  12. Hallo Dietmar, die sehen echt klasse aus 🙂 Eine Frage stellt sich mir, wie alt darf der Ausgangsbrotteig/alte Teig sein? Herzlichst Nadja

    • Hallo Naddi,
      du sag mir jetzt ja nicht, dein Kühlschrank ist mit Brotteig voll oder? 😉
      Nee, Spass bei Seite! Den Brotteig solltest du wenn möglich so frisch als möglich verwenden.
      Kalkuliere den Brotteig für diese Weckerl beim nächsten Brotbacken mit ein. Forme zuerst dein Brot, und wenn dieses auf der Gare steht knete erst den Brötchenteig. So kommst du auch nie in die Zwickmühle mit dem Ofen (sagt der schwarze Mann – grins)
      Gerade stelle ich mir diese Brötchen mit deiner herrlichen Marmelade vor 🙂
      Lg.

  13. Hallo Dietmar!
    Super Weckerln! Ich hab aus Verzweiflung, weil ich kein passendes Rezept gefunden hab und mich an meine Jugendzeit erinnerte, Bosniaken nachgebacken, auch so ähnlich wie deine Weckern.
    Hab sie In meinem Blog niedergeschrieben. Bach ich regelmäßig und alle sind begeistert. Müsste die Rezeptur selbst erfinden und trotzdem super.
    Lg Sam

  14. Wirklich ganz tolle Brötchen. Danke für’s Rezept!

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