Streuselkuchen

Eine sehr einfache und schnelle Variante in der Mehlspeisküche ist der Früchtekuchen. Für die Herstellung wird ein süßer Hefeteig zubereitet. Nach einer kurzen Teigreife wird dieser ausgerollt und anschließend in eine Backform gelegt. Dieser kann nun mit frischen Früchten oder auch gefrorenen Tiefkühlfrüchten belegt werden.

Um die Früchte nach dem Backen saftig zu halten, werden diese abwechselnd mit Streusel oder „gehachelten Mürbteig“ bestreut. Um den Mürbteig hacheln zu können, muss dieser direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet werden.

Als Basis für den Mürbteig wird das 3:2:1 Verfahren angewandt (3Teile Mehl, 2Teile Butter, 1 Teil Zucker). Um dem Mürbteig eine besondere Geschmacksnote zu geben, kann dieser zusätzlich mit geriebenen Nüssen, Kakao, Zimt, Vanillezucker… angeknetet werden.

 

Rezept für 2 Pfannen oder 1 Backblech (597g Teiggewicht):

Mürbteig:

  • 210g Weizenmehl Type 700
  • 140g Butter
  •   70g Puderzucker

Alle Zutaten von Hand verkneten und nach belieben abschmecken (Kakao, Nüsse, Zimt,…). Anschließend den Teig im Kühlschrank lagern.

 

Dampfl:

  • 132g Weizenmehl Type 700
  • 132g Milch
  •   10g Hefe

Nach dem verrühren das Dampfl zugedeckt für 1 Stunde bei Raumtemperatur reifen lassen.

 

Hauptteig:

  • 274g Dampfl
  • 143g Weizenmehl Type 700
  •   55g Honig
  •   50g Vollei (1Stk)
  •   20g Dotter (1Stk)
  •   50g Butter
  •      5g Salz
  •  + Abrieb einer Bio Zitrone / Orange

MZ: 6 Minuten langsam und 5 Minuten schnell

 

Anleitung:

  • Nach der Teigherstellung reift der Teig für 20 Minuten. Anschließend wird dieser geteilt und für weitere 20 Minuten bei Seite gelegt.
  • Nach der Ballengare wird der Teig ausgerollt und in eine gefettete Formen gelegt.
  • Den Teig mit einer Gabel mehrmals stupfen und satt mit Früchten belegen. Sollte der Teig mit Beeren belegt werden, dann empfehle ich den Teig zuvor mit Kuchenbrösel zu bestreuen (diese binden den Saft der Beere beim Backen).
  • Nach dem Belegen werden die belegten Früchte mit dem Mürbteig angehachelt.
  • Den ausgefertigten Kuchen nun für 45 Minuten bei Raumtemperatur garen lassen (bei Tiefkühlfrüchten kann die Gare etwas länger dauern).
  • Im vorgeheizten Backrohr bei 200°C backen.
  • Gebacken wird der Kuchen ca. 25-30 Minuten (dies richtete sich nach der Größe der Form/ Teigdicke!!).
  • „Nach dem Backen muss die Backform auf den kalten Boden gestellt werden! Dies verhindert ein nachbacken in der Gusseisernen Form. Sobald die Form etwas abgekühlt ist, sollte der Kuchen mit einer Frischhaltefolie abgedeckt werden – dadurch fängt der Kuchen an zu schwitzen und bleibt somit SAFTIG und länger FRISCH.“

 

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21 Kommentare

  1. Armin

    Hallo Dietmar, habe eine Dinkelversion gebacken und den Teig zusätzlich mit dem Inneren einer ganzen Vanilleschote verfeinert und LM statt Hefe verwendet.
    Belegt habe ich den Kuchen mit Äpfeln und ein bisschen Bratapfelgewürz darüber gestreut. Im Mürbteig sind gehackte Walnüsse und eine Prise Zimt. Mürbteig hacheln war mir auch neu hat aber super funktioniert. Das Aroma das beim backen durch die Räume zog war unwiderstehlich.
    Ein tolles Rezept, danke dafür.
    LG Armin

  2. Susanne und Frank

    Hallo Dietmar,
    heute haben wir Deinen leckeren Hefekuchen nachgebacken. Ein echter Sonntagskuchen! Den Teig haben wir über Nacht kalt gehen lassen. Heute haben wir den ersten mit Äpfeln, Birnen und Zwetschgen belegt, den zweiten mit Waldbeeren-Marmelade bestrichen. Den Mürbteig haben wir mit Mandelmehl nach Deinen Angaben verfeinert. Nur lecker!
    Vielen Dank für das Rezept und einen schönen Sonntag!
    LG
    Susanne und Frank

  3. Hallo Dietmar,
    das sieht mal wieder sehr bezaubernd aus hier und ein saftiger Kuchen im grauen Herbst ist genau das Richtige. Die Optik spielt schon eine große Rolle und deshalb werde ich das Rezept samt Backform ausprobieren. Danke Dir ein weiteres Mal.
    Herzliche Grüße
    Rosalie

  4. backbiene

    Hallo Dietmar

    Hat die Gusseisenpfanne Vorteile, oder schaut sie einfach nur orginell aus?
    Welchen Durchmesser hat sie?

    Ich würde mich über ein Rezept über das Südtiroler Schüttelbrot freuen!
    Ebenfalls erwarte ich mit Sehnsucht Beiträge in der Kategorie Fingerfood.

    LG und DANKE
    Backbiene

    • Hallo Biene,
      die Pfanne sieht einfach nur klasse aus 🙂
      (auch die Optik muss seinen Beitrag leisten!)

      Ich hab die Pfanne gerade nicht bei mir, aber ich schätze den Durchmesser auf ca. 27-30cm!

      Schüttelbrot hab ich notiert!!
      und das Fingerfood brennt schon unter den Fingern 😉

      Lg. dietmar

  5. Petra C.

    Ja, so steht es beschrieben, wenn man nach „Hacheln“ googelt. Nur tut sich mir eine Frage auf: wie kann ich einen Teig raspeln?
    Petra C.

  6. Renate

    Lieber Dietmar,
    „hacheln“ bedeutet, der gekühlte Mürbteig wird mit der Reibe über die Früchte gerieben?
    Liebe Grüße
    Renate
    P.S. Schaut lecker aus!

  7. Wolfram Haller

    Super, vielen Dank. Mußte erstmals nachschauen, was „hacheln“ bedeutet, das kennt der Rheinländer nicht 😉

    Wenn es um das aromatisieren von Mürbeteig geht, könntest du eine Richtschnur für den 1-2-3 Teig geben, wieviel Haselnußmehl, Mandelmehl oder Kakao in % vom Mehlanteil man nehmen kann, ohne die Teigstruktur zu verändern. Ich vermute, man ersetzt einen Teil des Mehls mit der entsprechenden Zutat?

    Vielen Dank und Gruß, Wolfram 🙂

    • Hallo Wolfram,
      hacheln heißt auch reiben 😉
      (siehe Bildergalerie)

      Beim aromatisieren wird es schon ein wenig komplizierter:
      – Kakao tauscht man 1:1 mit Mehl aus (die zugesetzte Menge an Kakao wird beim Mehl abgezogen)
      – Haselnussbruch (2-4mm) wird einfach zugesetzt
      – Haselnussmehl z.B.: 50g Haselnussmehl rein und 25g Mehl raus
      – Mandelmehl: 50g Mandelmehl rein und 25g Mehl raus
      – Schokostücke einfach rein
      Sollte einmal der Mürbteig doch zu fest werden, kann man auch etwas Milch unterkneten 😉

      Noch ein Tipp: Ein Stück von der Banane mit einer Gabel zerdrücken und unter den Mürbteig kneten – der bekommt dadurch ein geniales Aroma und Mürbteigstreusel werden dadurch noch mürber 🙂

      LG. Dietmar

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