Europain 2014

Paris-Ausflug und Messebesuch 2014: 

Ach ja, da war doch noch die Messe, wo wir ja auch noch hin wollten. Die Messe hatte ich von früher her viel größer in Erinnerung, aber wahrscheinlich nimmt auch in Frankreich das Bäckersterben seinen Lauf. Convenience-Produkte, Fertigmischungen und Tiefkühlprodukte waren das Hauptsortiment, welches auf der Messe ausgestellt wurde.

Und wieder stellte sich für mich die Frage, ob dies mitunter der Grund und die Ursache für das Bäckersterben ist!

Nicht nur – denn ich glaube der Mangel an Facharbeitern trägt die wahre Schuld daran!

  • Wer will bitte heute noch 6Tage die Woche arbeiten?
  • Wer will zu den schönsten Jahreszeiten (Weihnachten, Ostern,..) den meisten Stress und Druck erleben? (Ich selber habe Kinder, und weiß nicht mehr wann ich das letzte mal mit offenen Augen Weihnachten gefeiert habe.)
  • Und wenn du um 22.00Uhr deine Schicht beginnst, wann glaubst du muss du ins Bett gehen?

Wer will das? ICH – denn dieses Handwerk ist und bleibt für mich das einzig Wahre.

Die Messe hatte aber auch seine schöne Seite, denn die „Moulins Bourgeois“ hatte einen absolut sensationellen Stand. Hier arbeiteten 6 Bäckermeister in einer Schaubackstube, in der sie verschiedenste Brote und Baguettes herstellten. Sie präsentierten wahre Gaumenfreuden auf ihrem Messestand. Weitere Eindrücke von der Messe und den Produkten bekommt Ihr in der nachstehenden Bildergalerie.

Als ich nach Hause kam, war ich echt stolz auf meine Jungs in der Backstube. Wir brauchen uns wirklich vor nichts und niemandem verstecken!

DANKE an meine Jungs

 

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8 Kommentare

  1. @Armin! Die Walnussblume ist bei mir auch zu einem Dauerbrenner geworden. Manche sagen: zu Schade zum Anschneiden!
    Lg Sam

  2. My family members every time say that I am killing my time here at net, however
    I know I am getting knowledge all the time by reading thes
    pleasant articles.

  3. Hallo Sam!
    Du triffts genau das Problem, der Menschen lebt seine Gewohnheiten und kann sich nur schwer davon trennen und vermisst doch die Qualität von früher. Auch mir ist es schon passiert das Gäste die unser selbst gebackene aufgetischt bekommen haben fragten, wo hast du das gekauft, oder sagten, da brauche ich gar nichts anderes dazu und das macht auch mich stolz und zeigt mir das wir das richtige machen. Übrigens, durfte wieder die Walnußblume backen, diesmal für einen Geburtstag im Kindergarten, ist super angekommen, Lg Armin

  4. Wenn man immer nur bei H…. , B…., L…, Sp.., u s w kauft glaubt man dass ist das non plus Ultra, man kennt einfach nix anderes. Ich backe seit drei Jahren für mich und meine Familie alles selber. Und wenn ich was verschenke, sind alle überrascht, dass Brot nicht nur ein Magenfüller ist, sondern wunderbar schmecken kann und dass ist für mich Belohnung und Ansporn weiter zu machen. Dieses Hobby entschädigt für Vieles und macht glücklich wenn man sieht wie Menschen auf Qualität reagieren.
    Danke Dietmar, dass ich dich kennenlernen durfte!
    Lg Sam

  5. Wenn die Backwaren auf Supermarkt-Massenware degradiert werden, gibt es natürlich keinen Anlass, das Backen als Handwerk zu sehen, und keinen Anreiz, sich beruflich in diese Richtung zu entwickeln. Insofern gibt es hier nicht Ursache und Wirkung, sondern eine selbstverstärkende Spirale.

    In Deutschland ist das traditionelle Backhandwerk durch Ketten wie Kamps gegen Ende der 1990er Jahre regelrecht eliminiert worden. Erst wurden die Kunden durch niedrige Preise (funktioniert in D immer) in die billigen Industriebackshops gelockt, dadurch fehlten den traditionelle Bäckern die Kunden und sie schlossen massenhaft. Nachdem die Industriebäcker nun ausser Konkurrenz waren, wurden die Preise wieder nach oben „angepasst“. Durch diesen Mechanismus bekommt man in D heute fast nur noch Industriebrot zu unangemessenem Preis.

    In Frankreich sieht es im Vergleich zur Situtation in D heutzutage noch sehr gut aus und das könnte auch eine Weile so bleiben. Denn in F gibt es eine höhere Wertschätzung für die Qualität von Nahrungsmitteln. Man ist sich bewusst, dass man für gutes Essen auch was bezahlen muss, während man in D am deutlich falschen Ende spart.

  6. Was für tolle Bilder und so wunderschöne Brote 🙂 Und diese filigranen Törtchen – tja die Franzosen, die haben einen Faible für sowas 😉
    Ein großes Lob auch an Dich Dietmar, dass Du Deinen Beruf so liebst und es an Deine Jungs so weitergibst 🙂 das ist echt viel Wert.
    Dass gute Bäcker aussterben liegt gewiss auch am Konsumenten wie schon Armin schrieb, aber ich denke auch, dass die heutige Jugend oftmals viel zu lethargisch ist und wenn die sich die Arbeitszeiten des Bäckers anschauen, hat die Null Bock Generation eben null Bock…
    Herzlichst Nadja

  7. Hallo Dietmar.
    Das sind wirklich tolle Fotos die du eingestellt hast.
    Was das Bäckersterben anbelangt sind die Arbeitsbedingungen natürlich ein maßgeblicher Faktor, ist es doch bequemer die Bäckerei in eine Backstube umzubauen und nur noch fertige Teiglinge aufzubacken. Weniger Zeitaufwand, weniger Arbeitsaufwand, weniger Personalaufwand und womöglich höhere Gewinn.
    Bei uns in Österreich gibt es noch traditionelle Bäcker wie dich, wenn auch zu wenige.
    Wie es weitergeht liegt einmal mehr auch beim K, nsumenten den durch unser Kaufverhalten entscheiden wir was produziert wird.
    Unser täglich Brot ist unser wichtigste Grundnahrungsmittel und Kulturgut und so sollten wir es auch behandeln. Ich für meinen Teil habe vor 5 Monaten beschlossen all mein Brot und Gebäcck selbst herzustellen und habe es noch nicht bereut und auch meine Familie ist zufrieden. Backe heute noch Baguette mit langer Führung, habe ihnen allerdings eine 24 Stunden Führung verpasst, und freue mich schon darauf . Bis bald Armin

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