Pain de Noël
Französisches Pain de Noël – Ein festlicher Genuss für die Adventszeit
Das Pain de Noël, das französische Weihnachtsbrot, ist eine wahre Delikatesse und erfreut sich besonders in der Adventszeit großer Beliebtheit. Es verbindet die Aromen und Traditionen der Weihnachtszeit zu einem zarten, aromatischen Brot, das nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch seine Form und Optik eine festliche Atmosphäre schafft. Die Kombination aus fruchtigem Orangeat, Rosinen, Feigen und Haselnüssen sowie Walnüssen macht dieses Brot zu einem besonderen Highlight auf dem festlich gedeckten Tisch.
In meiner eigenen Variante des Pain de Noël habe ich die klassischen Zutaten mit einer persönlichen Note verfeinert, um den Geschmack noch intensiver und einzigartiger zu gestalten.
Aromen, die Weihnachtsstimmung verbreiten
Meine Version habe ich mit Orangeat, Rosinen, Feigen, Haselnüssen und Walnüssen gebacken. Diese Zutaten verleihen dem Brot nicht nur eine festliche Aromenvielfalt, sondern tragen auch zur besonderen Saftigkeit und dem fruchtigen Geschmack bei, welche perfekt in die kalte Jahreszeit passt.
Orangeat bringt eine frische, fruchtige Note, die hervorragend mit den süßen Rosinen und Feigen harmonieren. Die Haselnüsse und Walnüsse sorgen für eine angenehme Nussigkeit, die das Brot noch gehaltvoller und gleichzeitig mild und harmonisch im Geschmack macht. Jedes Stück ist ein kleiner Bissen Weihnachtszauber (Pistazien wären der absolute Farbenkracher).
Ein Genuss zu Weihnachten – Vielseitig und delikat
Das Pain de Noël ist nicht nur als Brot zu den Festtagen ein Genuss, sondern eignet sich auch hervorragend als süßer Begleiter zum Frühstück oder für den Adventskaffee. Die feinen Aromen von Orangeat, Feigen und Rosinen, gepaart mit der zarten Nussnote, machen dieses Brot zu einer perfekten Ergänzung für festliche Brunches oder ein gemütliches Weihnachtsfrühstück. Besonders gut schmeckt es mit einem Hauch Butter oder Marmelade, und auch eine Begleitung aus einer Tasse heißem Kaffee oder Tee rundet den Genuss ab.
(Ps. Mein Brot, das jeden Käse und Wein um Star macht!“)
Fazit
Das Pain de Noël ist ein wahres Meisterwerk der Weihnachtsbäckerei – nicht nur aufgrund seines köstlichen Geschmacks, sondern auch wegen seiner festlichen Optik, die beim Backen eine zauberhafte Adventsstimmung verbreitet. Mit dieser Variante entsteht ein Brot, das die Aromen der festlichen Jahreszeit auf wunderbare Weise einfängt und zu einem echten Highlight in der Weihnachtszeit wird. Wer also auf der Suche nach einem besonderen Weihnachtsgebäck ist, sollte unbedingt dieses Pain de Noël ausprobieren – es wird garantiert zu einem delikaten und geschmackvollen Begleiter an den Feiertagen.
Rezept
für ein Teiggewicht von 2977g / 2 Stück zu je 1489g Teigeinlage
Sauerteig
| 200g | Weizenmehl (550/700 oder T65) |
| 180g | Wasser 35°C |
| 20g | Anstellgut |
Anstellgut im Wasser auflösen und anschließend mit Weizenmehl klumpenfrei verrühren. Anschließend Abgedeckt 10-14 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Früchtemischung
| 100g | Orangeat |
| 100g | Rosinen |
| 100g | geschnitten Feigen |
| 100g | geröstete Walnüsse |
| 200g | geröstete Haselnüsse |
| 150g | Wasser |
| 50g | Zucker |
Wasser und Zucker aufkochen und anschließend mit den Früchten mischen. Anschließend für 12-24 Stunden bei Raumtemperatur abgedeckt reifen lassen. Alternativ können auch Pistazien, Mandeln, Datteln,… zur Früchtemischung hinzugefügt werden.
Hauptteig
| 500g | T80 (alternativ W550/700) |
| 500g | T65 (alternativ W550/700) |
| 400g | reifer Weizensauerteig |
| 600g | Wasser 15°C |
| 150g | Wasser für Bassinage |
| 27g | Salz |
| 800g | eingeweichte Früchtemischung |
Herstellung
- Mischen der Grundzutaten:
Weizenmehl mit Wasser und Weizensauerteig 3 Minuten auf langsamer Stufe mischen. - Fermentolyse:
Den Teig anschließend 30 Minuten quellen lassen, damit sich die Fermentulise entwickeln kann. - Salz hinzufügen und Kneten:
Nach der Fermentulise das Salz zugeben und auf langsamer Stufe kneten, bis sich der Teig von der Kesselwand löst – das dauert etwa 7–8 Minuten. - Bassinage einarbeiten:
Sobald sich der Teig von der Kesselwand löst, das restliche Bassinagewasser hinzufügen und erneut kneten, bis der Teig sich vollständig von der Kesselwand löst (ca. 3 Minuten). - Kurzes schnelles Kneten:
Den Teig anschließend 1 Minute auf schneller Stufe kneten, um die Teigstruktur zu festigen. Die Knetzeit bezieht sich auf das franz. T80 – sollte Weizenmehl Type 550/700 verwendet werden, so muss der Teig weitere 2-3 Minuten schnell geknetet werden. - Früchtemischung einarbeiten:
Die eingeweichte Früchtemischung am langsamen Gang unterkneten, bis sie gleichmäßig im Teig verteilt ist.
Stockgare und Falten
- Teigruhe in der Teigwanne:
Den Teig in eine geölte Teigwanne geben und nach 45 und 90 Minuten einmal falten. - Teigreife:
Den Teig anschließend so lange reifen lassen, bis das Volumen um ca. 50 % zugenommen hat. Das dauert nach der Teigherstellung etwa 3,5-4 Stunden.
Aufarbeiten und Stückgare
- Teig portionieren:
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und in zwei gleich große Teile teilen. - Formen:
Die Teigstücke zu einem Quadrat oder länglichen Teigling falten. Nicht rund wirken, nur zusammenfalten. - Gärkörbe:
Die geformten Teiglinge mit dem Schluss nach oben in bemehlte Gärkörbe legen und bei 6 °C im Kühlschrank 12–18 Stunden heranreifen lassen.
Backen
- Backen:
Die Brote auf einen Backschieber kippen, nach Wunsch an der Oberfläche mehrmals einschneiden und bei 230°C mit Schwaden einschießen, die Temperatur sofort auf 210 °C reduzieren und 55–60 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist.








31 Kommentare
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Christa Valerie Hedwig
Hallo Dietmar,
was für ein Rezept. Da braucht man nix mehr dazu.
Mit einem guten Käse drauf ist es aber auch köstlich, und nicht nur zur Weihnachtszeit.
Danke für Dein unermüdliches Engagement für diesen Blog
Liebe Grüße
Christa
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Dietmar Kappl
Hallo Christa,
ja so soll es sein 🙂 🙂
Lg. Dietmar
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Nathalie
Das Brot ist echt der Hammer, voll lecker (ich habe es mit Walnüssen, Haselnüssen, Orangeat und getrockneten Sauerkirschen gebacken). Echt Spitze!!!
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Dietmar Kappl
Ja dem kann ich nur zustimmen 🙂
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Hansi
Hallo Dietmar,
zu unserem letzten Onlinebacken in diesem Jahr kam uns dein neustes Rezept gerade recht.
Hier kannst du schauen, waso entstanden ist: https://brotbackforum.iphpbb3.com/forum/77934371nx46130/backtreffen-und-backversuche-f34/12-online-backtreffen-25–und-quotpain-de-no%EBl-und-quot-t11009.html.
Vielen Dank für dieses tolles Rezept, einfach spitzenmäßig und absolut oberlecker!
Herzliche Weihnachtsgrüße vom Hansi
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Dietmar Kappl
Boa die Krume ist der Hammer – super wenn die Früchte so zum Vorschein kommen 🙂
Echt TOP!!!!!
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Christian
Richtig tolles Rezept wieder einmal. Danke! War kaum im Gärkorb zu bändigen. Und dann noch ein satter Ofentrieb.
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Dietmar Kappl
Klasse Christian – wunderschön 🙂
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Dirk
Super Rezept.
Was für ein betörender Duft beim Backen…
Hat alles bestens geklappt.
Da kann doch glatt Weihnachten werden.
Gruß, Dirk
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Dietmar Kappl
Wow – freut mich das dieses Rezept solchen Anklang findet 🙂 🙂
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Lars
Was für ein schönes Rezept für die Advents- und Weihnachtszeit! Perfekt zum Frühstück am 4. Advent, da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt 😉
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Dietmar Kappl
Hallo Lars,
Bäcker sind keine Langschläfer 😉
Und bei diesem Anblick wissen wir warum wir so früh aufstehen 🙂
Lg. Dietmar
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Isi
Das ist ein sehr, sehr leckeres Rezept! Leider ist mein Brot nicht gut aufgegangen, aber der Fehler liegt bei mir, die Teigtemperatur passte nicht und das Resultat blieb entsprechend flach 🙄 Geschmacklich aber top und wird sicher nochmal nachgebacken 🙂
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Dietmar Kappl
Hallo Isi,
des is so flach, das es schon wieder so geil ist 🙂
Lg. Dietmar
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Milena
…es waren zwei ganze Brote 🙂
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Dietmar Kappl
100% Artisan – mehr sag ich dazu nicht 🙂 🙂 🙂
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Milena
Hallo Dietmar,
herzlichen Dank für dieses tolle Rezept – was für ein Geschenk! Das Brot schmeckt einfach fantastisch.
Wünsche Dir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 😉
LG, Milena
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Dietmar Kappl
Hallo Milena,
klasse Ergebnis – einmal gebacken wird es zum Weihnachtsklassiker 🙂
Lg. Dietmar
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Gitta
Sei gegrüßt, ENDLICH weiß ich welches unvergessliche Brot ich vor einigen Jahren im Elsaß in der Adventszeit gegessen habe. Damals war ich noch keine Hobbybäckerin. JUST noch das Rezept von dir…schöner kann der BackstubenAdvent nicht sein. Danke und schöne Feiertage aus meiner Westerwälder HobbyBackstube, Gitta
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Dietmar Kappl
Des freut mich 🙂 🙂
Dir auch schöne Feiertage!!!
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Klaus
Dietmar, vielen Dank! Das Ergebnis ist super! Ich wünsche Dir und deiner Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes 2026.
Liebe Grüße Klaus
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Dietmar Kappl
Danke – klasse gemacht.
Dir auch ein gutes neues Jahr.
Lg. Dietmar
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Klaus
Der Anschnitt
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Katreiner
Was für ein geniales Brot zu Käse und Wein…
Ich hab Cranberrys und Datteln (mangels Feigen) genommen. Hab die übliche „Hilfe – ich überknete sicher!“ -Panik ignoriert und die Maschine ihre Arbeit tun lassen, bis der Teig richtig sahnig war, bevor ich die Früchte untergezogen habe. Aus den fast 3kg Teig dann drei Brote „gefaltet“ und verschiedene Schnitte ausprobiert. Der Ofentrieb war heftig (vermutlich hätten die Brote noch bissel stehen können vorher), aber ich mag diese heftigen Krustenspitzen: die sind herrlich rösch.
Vielen Dank für das schöne Rezept!
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Dietmar Kappl
HAllo Katreiner
Cranberrys und Datteln passen perfekt, und super, dass du den Teig bis zur sahnigen ( 😉 )Struktur ausgeknetet hast – genau so soll es sein. Kräftiger Ofentrieb und rösche Krustenspitzen gehören hier einfach dazu.
Freut mich sehr, dass dir das Rezept so gut gefallen hat!
Lg. Dietmar
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Franz
Hallo Dietmar, ich möchte dir zu deinem Buch gratulieren, bei mir
wird zwar nicht alles genau so schön wie auf dem Buch abgebildet, aber der Geschmack der Brote einfach super. lg Franz
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Dietmar Kappl
Danke Franz 🙂
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Michael
Hallo Dietmar,
das ist ja mal eine leckere Alternative zum Stollen, vielen Dank.
Schmeckt super gut und kommt bei allen sehr gut an.
Mit Butter und Marmelade oder Nuß-Nougat-Creme ein wahrer Genuß.
Liebe Grüße
Michael
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Dietmar Kappl
Hallo Michael,
klasse und eine wahre Abwechslung im Brotbackhimmel 🙂 🙂
Lg. Dietmar
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Klaus
Guten Morgen Dietmar,
Das ist ja mal wieder ein Rezept nach unserem Geschmack. Eine Frage habe ich allerdings. Ich habe lediglich eine Lievito Madre als Weizensauerteig. Triebstark aber sehr mild.
Was empfiehlst du mir? Oder einfach den verwenden mit etwas mehr Wasser?
Beste Grüße und danke für deine Mühe! Klaus
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Dietmar Kappl
Hallo Klaus,
ja du kannst auch deinen LM verwenden und die Wassermenge im Hauptteig auffüllen.
Alles andere bleibt gleich 😉
Lg. Dietmar
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