Gebackene Mäuse

Gebackenen Mäuse sind faustgroße Siedegebäcke, die schwimmend in Fett ausgebacken werden. Die Herstellung ist sehr einfach, da der Teig nach dem Kneten nicht geformt werden muss. Der süße Hefeteig wird nach dem Kneten 1x gefaltet und reift anschließend in einer geölten Teigwanne gelagert. Während der Teig in seiner Wanne reift, wird bereits das Schmalz auf dem Ofen erhitzt.

Sobald sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat, kann mit dem Backen der Mäuse begonnen werden. Mit einem Löffel werden ca. 40g schwere Teiglinge abgestochen und anschließend im heißen Fett gebacken. Auch wenn die Teiglinge während dem Abstechen in sich zusammenfallen, das heiße Fett sorgt für den nötigen Backtrieb!

Goldbraun gebacken und mit Puderzucker bestaubt sind sie eine süße Abwechslung für groß und klein.

 

 

Rezept für ein Teiggewicht von 1405g / ca. 30-35Stk gebackene Mäuse

Dampfl:

  • 225g Weizenmehl Type 700 oder Type 480
  • 250g warme Milch (35°C)
  •   30g Hefe

Anrühren und zugedeckt 30 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen.

 

Hauptteig:

  • 505g reifes Dampfl
  • 500g Weizenmehl Type 700 oder Type 480
  • 130g weiche Butter
  • 100g Dotter (5Stk)
  •   50g Vollei (1Stk)
  •   90g Zucker
  •   20g Rum
  •   10g Salz
  •       + Orangenabrieb
  •       + eingeweichte Rosinen (zuvor Orange auspressen und damit die Rosinen einweichen)

Bei zu fester Teigkonsistenz kann noch Milch nachgeschüttet werden!

 

Anleitung:

  • Alle Zutaten zu einem glatten Teig ausmischen. Zum Schluss der Mischzeit werden die eingeweichten Rosinen untergemischt.
  • Je weicher der Teig, desto flaumiger die gebackenen Mäuse!!
  • Nach dem Kneten den Teig auf eine bemehlte Tafel kippen und 15 Minuten reifen lassen. Danach wird der Teig locker gefaltet und in eine geölte Teigwanne gelegt.
  • Während der Teig nun gart, kann bereits das Schmalz (Frittierfett, Öl,..) auf 160-170°C erhitzt werden.
  • Sobald sich der Teig verdoppelt hat, kann mit dem Backen begonnen werden.
  • Die Portionierung erfolgt durch einen Löffel: Mit den Fingern das gewünschte Teigstück aus der Wanne ziehen und mit dem Löffel abschneiden/abstechen. Dieses Teigstück wird anschließend sofort im heißen Fett gebacken. Es sollte darauf geachtet werden, das keine zu großen Teigstücke abgestochen werden (kleinere Stücke können schneller gebacken werden und nehmen daher auch weniger Fett auf!!).
  • Im gezuckerten Zustand servieren!

 

 

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24 Kommentare

  1. Heidi

    Hallo Dietmar,
    Hellau, Alaaf, Narri Narro, ich habe Deine gebackenen Mäuse als Rosenmontags-Schmalzgebackenes fabriziert. Was soll ich sagen, sie waren eine Wucht. Sie schmecken sowohl zum Kaffee als auch zum Wein, weil sie nicht so süß sind. Und sie sind schön fluffig. Vielen Dank für das Rezept.
    LG Heidi

  2. Susanne und Frank

    Hallo Dietmar,
    heute haben wir Dein Mäuserezept zu Krapfen verarbeitet. Wie öfters schon, haben wir einen Teil des Mehles durch feines Dinkelvollkornmehl (200g) ersetzt. Wir glauben, dass durch das Vollkornmehl das Schmalzgebäck bekömmlicher wird. Die Ersten sind schon „verputzt“, schließlich ist ja Fasching. Lecker, lecker!!! Vielen Dank für das Rezept, wir meinen Deines ist besser als unser bisheriges.
    Liebe Grüße und einen lustigen Fasching!
    Susanne und Frank

    • Hallo ihr beiden 🙂
      Das mit dem Vollkornmehl muss ich selber einmal testen!
      Wünsche euch einen verrückten Fasching 🙂
      Lg. Dietmar

      • Susanne und Frank

        Hallo Dietmar,
        wir haben vergessen zu schreiben, dass wir Dein Rezept auf 500g Mehl umgerechnet haben, also 200 g feines Dinkel Vollkornmehl und 300 g Weizenmehl 550 genommen haben. Frank hat früher kein Schmalzgebäck vertragen, seit wir Mehl wie oben genannt mischen, kann er sogar Espresso dazu trinken, ohne daß sein Magen rebelliert.
        Nochmals LG
        Susanne und Frank

  3. Servus Didi!

    Wie bei Oma vor 60 Jahren. Ganz prima!

    Herzlich, Hartmut

  4. Petra C.

    Heute sind die Mäuse gebacken worden. Vermutlich hätte ich mehr Fett in die Pfanne geben müssen? Sollten die Mäuse im Fett schwimmen? – Ich hatte nur etwa 1 cm Schmelzbutter (immer wieder nachgeüllt) in der Pfanne. Die ersten sind mir ziemlich dunkel geraten, weil ich befürchtete, daß sie nicht durchgebacken sind. Auch war ich unsicher, bezüglich der Temperatur. Hatte Stufe 6 von 9, sollte evtl. Stufe 4 einstellen? Geschmacklich sind die Mäuse ein Genuß, ich konnte mich nicht bremsen und habe gleich 5 gegessen.
    Die werden jetzt bestimmt öfter gebacken und irgendwann sehen sie dann auch so schön goldgelb aus wie Deine. 🙂

  5. reiki-hanne

    Hallo Dietmar,
    sehr leckere Mäuse sind das gestern geworden, mal abgesehen davon, dass die erste Ladung zu groß abgestochen, das Fett zu heiß, die Mäuse dunkelbraun und innen roh waren.
    Ab der zweiten Ladung war dann aber alles ok.
    Danke fürs Rezept und einen schönen Rest-Sonntag-
    Hanne

  6. HIer im Westfälischen nennt man sie „Struwen“.. wird umgehend nachgebacken. Danke Dir fürs Rezept!

  7. Ulrike

    Wieder mal ein Beitrag nach meinem Geschmack und was für einer 🙂 Ich liebe Fettgebackenes! Und die Dinger sind wirklich unkompliziert zu backen.

    Bei der Gelegenheit muss ich gleich noch mal eine Frage stellen:
    Eine Wienerin hat mir mal gesagt, dass Eiweiß den Hefeteig für Krapfen fest macht, das Sacherrezept ist auch nur mit Eigelben. Mir ist aber aufgefallen, dass in vielen Rezepten doch ein Vollei steckt, wie jetzt auch in deinem. Welchen Grund hat das?

    Herzliche Grüße
    Ulrike

    • Hallo Ulrike,
      Ja und Nein!

      Deine Wienerin hat mit dem Eiweiß schon etwas recht, aber es macht den Teig nicht fest sondern es macht die KRUME nach dem Backen trockener! Das ganze Ei sorgt für den besseren Stand auf der Gare, beim Backen und man bekommt mehr Backvolumen. Dotter hingegen machen die Krume saftiger, dafür büßt man an Volumen ein 😉

      Eine Mischung von beidem ist die beste alternative!
      (Die Sachermasse besteht auch aus ganzen Eiern – nur werden die Eier getrennt / Eiweiß = Schnee + Dotter = Buttermasse)

      Lg. Dietmar

      • Ulrike

        Ich werd´s ausprobieren!

        Bei Sacher hast du was falsch verstanden oder ich mich unklar ausgedrückt. Ich meine das Rezept für Kreppel bzw. Zopf aus dem Sacherkochbuch (von 1976), da kommen auf 1 kg Mehl 12 Dotter. Das Rezept ist toll, ob der Teig mit etwas Eiweiß mehr aufgehen würde, weiß ich allerdings nicht. Es ist übrigens deinem ganz ähnlich, du hast außer dem ganzen Ei nur etwas mehr Butter, dafür ein bisschen weniger Milch. Da könnte ich aus deinem Teig ja auch „richtige“ Krapfen machen, oder?
        Liebe Grüße
        Ulrike

      • Hallo Ulrike,
        ja dann ist mir alles klar 😉
        Dieser Teig eignet sich hervorragend für Krapfen!
        Lg. Dietmar

      • Heidi

        Lieber Dietmar,
        Du schreibst, dass sich dieser Teig auch für Krapfen eignen würde. Könnten diese Krapfen auch mit einer Quarkmasse (vor dem Backen) gefüllt werden, oder vielleicht auch die gebackenen Mäuse?
        LG Heidi

      • Hallo Heidi,
        nur wenn du diese Krapfen ordentlich verschließt und das wird schwierig!
        Wenn dir der Topfen beim Backen austritt, dann gibt’s eine ordentliche Sauerei in der Pfanne 😉

        Lg. Dietmar

  8. Richard Meier

    Das erinnert mich an die „Vögelchen“ meiner Mama. Sie haben immer wunderbar geschmeckt. Die werde ich auf jeden Fall nachbacken!

  9. Petra C.

    Lecker, lecker lecke! Und sogar der Zucker ist genäßigt bemessen. Man könnte ih bestimmt auf 50 g reduzieren? Schmeckt dann trotzdem noch. Deine kunden werden sich freuen, denn die Zahl der Menschen die sich gesund ernähren nimmt stetig zu – hinzu kommmen diejenigen mit Autoimmunerkrankungen und Gelenkleiden. Daran sollten Bäcker heutzutage denken und evtl. ein paar Mäuse nicht mit zucker bestreuen.
    Dietmar, Du bist ’ne Wucht in Tüten! (sagt man in Sachsen)! Ich bin so glücklich, Dein Weblog gefunden zu haben! Du erklärst alles, die Zusammenhänge, Auswirkungen und hast eine Engelsgeduld. Wenn es meine Knochen und Finanzen zulassen, würde ich gern Deinen Kurs besuchen.

    Eigentlich wollte ich Dich nur fragen, mit welchem Fett Du die Mäuse bäckst. Fühlen die sich auch in Schmelzbutter wohl?

  10. Hallo Dietmar,

    das sieht ja wieder unglaublich lecker aus. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

    Liebe Grüße Jens!

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