Zero Fussel – Dein Shortcut zum perfekten Roggenbrot
Der Brot-Kongress ist längst mehr als nur eine Plattform rund ums Brotbacken – er ist eine wachsende Gemeinschaft von Menschen, die Brot lieben, die Tradition schätzen und das Handwerk weitergeben möchten. Und mittendrin: Michaela, deren Leidenschaft und Engagement unseren Kanal zu einer vertrauensvollen Anlaufstelle für alle gemacht haben, die von Europas besten Bäcker*innen lernen möchten.
Eines steht bei Michaela immer im Mittelpunkt: „Backen verbindet.“
Für sie ist das nicht bloß ein schönes Schlagwort, sondern die Essenz all dessen, was wir beim Brot-Kongress tun.
Sie sagt oft: „Backen verbindet – und wenn’s mal nicht klappt, verbindet uns wenigstens der gemeinsame Teig an den Händen.“
Und ja… wer einmal mit ihr gedreht hat, weiß genau, was sie meint.
Ein besonderes Highlight war für uns die gemeinsame Videoproduktion in meiner Back-Akademie in St.Marien bei Reichlbrot. Was als professioneller Dreh begann, wurde schnell zu einem inspirierenden und herzlichen Miteinander.
Das schnellste Hefefreie Roggenbrot
Ein ganz besonderes Ergebnis unserer Dreharbeiten ist das wohl Roggenbrot . Dieses Meisterstück zeigt eindrucksvoll, wie man in kürzester Zeit ein perfektes Roggenbrot auf den Tisch zaubert – ohne Abstriche bei Geschmack oder Qualität.
Für Michaela ist dieses Rezept ein Paradebeispiel dafür, wie „Backen verbindet“ tatsächlich funktioniert:
Wissen weitergeben, Techniken teilen, Menschen befähigen – und genau damit ein Teil der großen Brot-Familie werden.
Hier findest du den Link für den Viedeodreh:
Rezept
für ein Teiggewicht von 1796g
Sauerteig
| 420g | Roggenvollkornmehl |
| 336g | Wasser 40°C |
| 21g | Anstellgut |
Anstellgut im Wasser auflösen und mit Roggenmehl klumpenfrei vermischen. Anschließend 15 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
Hauptteig
| 777g | reifer Roggensauerteig |
| 580g | Roggenmehl Type 960/1150 |
| 414g | Wasser 35-40°C (bei Type 1150 mehr Wasser schütten) |
| 25g | Salz |
Herstellung siehe Videoanleitung!






117 Kommentare
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Jürgen F.
Hallo Dietmar,
Was könnte schief gelaufen sein? Untergärung?
Mfg,
Jürgen aus Holland
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Jürgen F.
Hallo Dietmar,
Was könnte schief gelaufen sein? Untergäring?
Mfg,
Jürgen aus Holland
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Dunst Friedrich
“Viedeodreh” schreibt man ohne langem Videodreh
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Helga
so schaut das Ergebniss aus
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Dietmar Kappl
Hallo Helga,
auf dem Foto sieht alles klasse aus – ich vermute einfach, das du wahrscheinlich die Backtemperatur nicht auf 200°C sondern auf 210°C anpassen solltest. Das bringt eine etwas schnellere und kürzere Backzeit 😉
Merke dir: wenn das Brot nach 1 Std und einer Teigeinlage von 1200g nicht fertig ist, solltest du es mit einer höheren Backtemperatur backen 😉
Lg. Dietmar
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Helga
Hallo lieber Dietmar,
mach’s Dir gemütlich, das wird eine längere Geschichte!
Es sollte ein reines Roggenvollkornbrot sein. Mein ASG„Purzl“ wurde am 8.12.25 geboren und zeigt nach der 2.Gare Risse mit Blaserln. Nachdem ich es nicht übers Herz gebracht habe von Purzl etwas zu entsorgen, hatte ich 500g ST nach dem letzten aktivieren und habe nach einem dementsprechenden Rezept gesucht:
140ml Wasser 35-40° (hab ich um 100g erhöhen müssen, da kein Silikongefühl)
17g Salz
500g Sauerteig
350g Roggenvollkornmehl
Backofen O/U vorgeheizt auf 275°C (mein SMEG schafft nur 250°)
Direkt nach dem Einschießen muss die Temperatur auf 200°C reduziert werden. So bäckt das Roggen Sauerteigbrot für 50 Minuten.
Ergebniss: optisch schön, aber Klopftest=sehr dumpf, KT=88°, also:+10Min. auf unterste Stufe (Schwadenschale ist ja nach 10Min raußgekommen),Weidling darüber gestülpt, damit die Kruste nicht zu dick und hart wird, das habe ich 3x gemacht, hat nichts geändert = 10Min. + Weidling +230°+Umluft mit Unterhitze. War besser, aber nicht perfekt.
Anschitten am nächsten Tag: Kruste hart, Krume bisserl klebrig!
WAS HABE ICH FALSCH GEMACHT! LG Helga
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Carla
Hallo Dietmar, das ist ein tolles Rezept, werde ich demnächst ausprobieren. Könntest du mir sagen was für eine Knetmaschiene du verwendest, die Dienste Menge Teig verarbeiten kann? Dankeschön. VG Carla
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Dietmar Kappl
Hallo Carla,
wenn du für deinen Haushalt eine Maschine suchst, und Teiggewicht von 500g-2500g brauchst, dann empfehle ich dir die Wilfa 😉
(besonders für Weizenteige in diesem Gewichtsbereich TOP)
Lg. Dietmar
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Johann Hohenegger
Hallo Dietmar. Ich backe Brot mit einem „Standard“-Backrohr mit gemessen guter Temperaturgenauigkeit. Empfiehlst Du hier Ober-Unterhitze oder Umluft? Welche Temperaturfolge?Schwaden ist eh klar. LG Johann
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Hannes
Sehr schön! Freue mich schon es nachzubacken. Nachdem ich vor Kurzem für’s Brotbacken von einem Dampfbackofen auf einen Elektro-Steinbackofen umgestiegen bin, würde mich interessieren, mit welchen Ober- und Unterhitze-Temperaturen man das Brot am besten backt und ob man den Teig auch für Roggensemmeln verwenden könnte.
Meine Frau liebt sehr saure Brote, dafür einfach länger reifen lassen? Kühler oder weniger Anstellgut?
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Dietmar Kappl
Hallo Hannes,
ich bin der Ansicht, das bei Steinbacköfen die Backraumhöhe mitentscheidend für die Temperatur ist.
Je höher die Backraumhöhe, desto niedriger sollte die Backraumtemperatur ausfallen – je höher umso niedriger und je geringer die Backraumhöhe desto höher kann diese eingestellt werden.
Lg. Dietmar
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Udo
Ich habe schon öfter Sauerteigbrote nach unterschiedlichen Rezepturen gebacken, aber bisher habe ich noch nicht durchschaut, nach welchem Schema der Anteil Vorteig zu Hauptteig gewählt wird. In dem Rezept ist e 43%. In meinem Mischbrot Lieblingsrezept ist er 34%. Wonach richtet sich das?
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Lars
GesamtROGGENmehlmenge – Wenn Du also vom Mischbrot ausgehst, nimm dort auch nur den Roggenanteil. Wieviel % vom Roggenmehl sind da versäuert?
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Dietmar Kappl
Wenn ein Roggenmischbrot 80% R / 20% W hat, dann versäuerst du nur vom Roggenmehl (80%) – und hier werden ca. 42-45% der Roggenmehlmenge in einem Sauerteig angesetzt.
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Dietmar Kappl
Hallo Udo,
wenn wir uns auf die 1,2,3 Stufen Führung eingrenzen, dann sind zwischen 40 und 45% Der Gesamtroggenmehlmenge immer in Form eines Sauerteiges herzustellen.
Lg. Dietmar
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Udo Schlögl
Der Tipp für die Faustregel mit der man die Menge an ASG bestimmen kann ist sehr hilfreich. Kann man die auf alles Sauerteigbrote anwenden d.h. auch auf Mischbrote?
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Lothar Ströder
Hallo Dietmar, diese Brot hat mich echt gereizt, mal zu backen. Habe mich an Anstellgutmenge und Zeit/Temperaturparameter gehalten. Das passt auf Anhieb. Die Krume war noch ein bisschen warm beim Anschneiden, konnte es nicht abwarten. Daher ein paar Kügelchen vom Schneiden zu sehen. In Verbindung mit dem Brotgewürz der Meraner Mühle ein superleckeres Brot, einfach perfekt für ein100% Roggen. Besten Dank nochmal für das Rezept, das gibt´s jetzt öfters.
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Dietmar Kappl
Lothar was will man mehr 🙂
Da soll noch einmal jemand sagen man muss Brotteige Formen – weniger ist mehr und bringt oben drein noch ein besseres Ergebnis 😉
Man kann das Rezept auf abwandeln und mit anderen Mehlen kombinieren.
Lg. Dietmar
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Anke
Stückgare war jetzt in der eingefetteten Form(auf der Heizung) Dann ohne Deckel (leider wohl etwas zu hoch eingeschoben) im vorgeheiztem Ofen gebacken. Sehr lecker, wir lieben das Roggenaroma das kein bisschen sauer ist.
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Dietmar Kappl
Toll gemacht – die Säure kann jeder im Sauerteig steuern 😉
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Anke
Ist die wenige Säure durch den relativ festen Vorteig entstanden?
Im allgemeinen werden meine Brote gerne mal zu sauer.
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Dietmar Kappl
ja so ist es – so manche denke das ein fester Sauerteig zu starker Säure führt – dem ist aber nicht so! Weiche Sauerteig produzieren weit mehr Säure als feste 😉
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Anke
Hallo Dietmar,
ich habe das Brot schon einmal gebacken und es hat uns grossartig geschmeckt.
Leider ist mir der Teig während der Stückgare ziemlich doll festgeklebt an
dem Woll-Gärkörbchen. Ich vermute allerdings auch dass ich es echt ganz schön
übertrieben habe mit dem mehr an Wasser dazugeben.
Trotz dem hohen Wasseranteil und dem geflickten „Chassis“ hatte das Brot keinen Klitschstreifen
oder sonstige Schwächen.
Ich möchte es jetzt alternativ gerne mal in der (gusseisernen) Kastenform backen.
Nun frage ich:
Stückgare dann in der Form und die kalt in den heissen oder kalten Ofen stellen oder lieber Stückgare im Körbchen und dann in der vorgeheizten Form backen?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank für deine tollen Rezepte und die Unterstützung!
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Dietmar Kappl
Hallo Anke,
das beste Ergebnis bekommst du im vorgeheizten Backrohr – bei der Vollkornvariante kannst du auch in den kalten Ofen stellen 😉
Lg. Dietmar
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Anke
Bilder vom verunfallten Brot
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Dietmar Kappl
perfekt 😉
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Anke
Vorher
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Dietmar Kappl
tja kann passieren 😉
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Christoph Aumüller
Hallo, hab das Brot im Topf gebacken und den Deckel nach 20 Minuten runtergegeben, was braucht es dass die Kruste weniger tief einreißt?
Lg Christoph
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Christoph
Hallo, hab das Brot im Topf gebacken, nach 20 Minuten kam der Deckel runter, was kann ich tun, dass die Kruste weniger tief aufreißt?
Lg Christoph
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Dietmar Kappl
Hallo Christoph,
volle Gare und den Deckel bereits nach 10-12 Minuten entfernen.
Lg. Dietmar
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Gert Heinstein
Kann man dieses System auch bei Backformen anwenden?
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Dietmar Kappl
Ja kann man 😉
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Ingrid Plank
Hallo Dietmar. Ich habe aus deinem Backbuch den Roggenbauer nachgebacken. Hab die Menge auf 2/3 reduziert, sonst alles gleich gelassen. Nun ist mir das Brot unten ringsherum aufgerissen. An was könnte das nur liegen? Hier ein paar Fotos. Liebe Grüße aus Franken
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Dietmar Kappl
Hallo Ingrid,
anbei die Fehlerquellen:
– zu fester und kalter Teig
– unreifer Sauerteig
– Untergare
– ein zu heißer Backstein
– volles Backblech
Lg. Dietmar
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Martin
Für alle, die beim Video nicht mitgeschrieben haben, hier meine Mitschrift. Zusammen mit den oben stehenden Zutaten ergibt sich das komplette Rezept. Vielleicht hilft es jemandem:
Zubereitung:
Mit Gummipaddel Wasser und Sauerteig aufschlämmen. Salz, Brotgewürze und Mehl hinzufügen und ein paar Minuten vermischen. Wasser bei Bedarf nachdosieren bis silikonartige Konsistenz. Abgedeckt 30 Minuten Kesselgare.
Mit Spachtel in hohes, bemehltes Simperl füllen. Oberfläche etwas glatt drücken. Je nach Aktivität etwa 30 Minuten Stückgare.
Bei 235°C mit viel Schwaden einschießen. Ca 1h Backzeit.
Tabelle Anstellgutmenge/Reifezeit:
2% 18h
5% 15h
10% 12h
20% 6h
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Dietmar Kappl
Danke fürs mitschreiben 😉
Bitte noch einmal zur Aufklärung – die Berliner Kurzsauerführung hat ebenfalls 20% Anstellgut, jedoch reift dieser 4 Stunden und bei einer konstanten Reifetemperatur von 35°C.
Lg. Dietmar
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Udo
Der Tipp für die Faustregel mit der man die Menge an ASG bestimmen kann ist sehr hilfreich. Kann man die auf alles Sauerteigbrote anwenden d.h. auch auf Mischbrote?
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Dietmar Kappl
Hallo Udo,
ja ich mache es bei all meinen Broten so 😉
Lg. Dietmar
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Martin
Habe es jetzt mit 50% selbst gemahlenem Roggenvollkornmehl und 50% 960er gebacken. Etwas säurebetont, da mein Sauerteig die doppelte Stock- und Stückgare benötigte. Angebacken mit 250°C dann 230°C und zuletzt 200°C. Nächstes Mal gibts mehr Training fürs Anstellgut.
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Dietmar Kappl
Hallo Martin,
schaut klasse aus und mich stört es nicht wenn ein Brot auch einmal etwas kräftiger im Aroma.
Lg. Dietmar
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Ingrid Plank
Hallo Dietmar, ich hab heute den Roggenbauer aus deinem Buch gebacken. Ich hab das Rezept in der Menge auf 2/3 reduziert. Sonst habe ich alles gleich gelassen. Nun ist mir das Brot unten rundherum aufgerissen. Das ist mir noch nie passiert. Was könnte der Fehler gewesen sein?
Übrigens ein tolles Buch. Gefällt mir gut. Liebe Grüße aus Franken
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Dietmar Kappl
Hallo Ingrid,
entweder Untergare oder ein zu heißer Ofen.
Lg. Dietmar
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Tanja
Lieber Dietmar, 3 x habe ich dieses phantastische Brot jetzt gebacken und es schmeckt immer besser. Heute dachte ich, alles ist perfekt, aber leider ist der Teigling unten herum aufgerissen. War evtl. das Backblech zu heiß? Übergare sollte es eigentlich nicht sein, da die Zeiten eher straff gehalten habe. Lieben Dank für eine Rückmeldung!
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Dietmar Kappl
Hallo Tanja,
kann sein das der Teigling Untergare hatte – das Backblech wird es nicht sein (außer du hast ein volles Blech genommen – bitte immer nur Lochblech verwenden).
Lg. Dietmar
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Ingrid Plank
Mir ist heute dasselbe bei einem
ähnlichen Rezept passiert. Unten ringsherum aufgerissen. Keine Ahnung was das war.
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Andreas Niehoff
Hallo,
so ähnlich sah mein Brot auch aus. Ich weiss auch nicht woran es liegen könnte.
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Dietmar Kappl
Vielleicht könnte jetzt die Lösung dabei sein 😉
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