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Handsemmel

Die Handsemmel ist das Meisterstück in der Kategorie Kleingebäck. Die Handsemmel ist ein handgewirktes, rösches, krustenreiches, sternförmiges Weizenkleingebäck. Zum Wirken mit der Hand wird helles Roggenmehl empfohlen. Die fünf Teile der Semmel (Laugen) reisen besser, und der Stern wird schöner.

Nach der Teigruhe wird der Teigling zu einem runden Fleck geklopf, und danach werden die Laugen händisch geformt. Zum Schluss wird die erste und letzte Lauge fest zusammengepresst. Der Teig wird mit dieser Technik verdichtet, und die Krume wird dadurch saftig und kompakt.

Die geformten Semmel werden mit dem Stern nach unten auf ein Tuch gelegt. Etwas flach drücken und zugedeckt herranreifen lassen. Vor dem Backen umdrehen und mit Wasser besprühen. Mit reichlich Schwaden bei 250°C in den Ofen schieben und bei 240°C rösch ausbacken.

Als Vorteig wählte ich den Pate Fêrmentêe, der für mich noch immer am meisten Geschmack erst nach 36 Stunden entwickelt.

Rezept für 15 Handsemmel Stk/72g

Vorteig:

  • 200g Weizenmehl Type 700
  •  130g Wasser
  •      3g Salz
  •      2g Hefe

Anleitung zum Vorteig siehe Pate Fêrmentêe

Hauptteig:

  • 335g reifer Vorteig
  • 460g Weizenmehl Type 700
  • 260g Wasser ca.8°C
  •    13g Salz
  •    14g Flüssigmalz (man kann auch Honig nehmen)
  •    12g Hefe

Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Nach dem Kneten bekommt der Teig eine 30 Minuten Kesselgare. Erst dann wird der Teig zu 72g schweren Teigstücken ausgewogen und rund geschliffen. Diese Teiglinge zugedeckt weitere 45 Minuten entspannen und reifen lassen.

Nach der eingehaltenen Teigreife werden die Handsemmel geformt - Handsemmel formen.

Bei diesem Rezept reiften die geformten Handsemmel bei 6°C für 6 Stunden zugedeckt im Kühlschrank. Um einen schönen Ausbund zu bekommen, werden die Teiglinge mit 2/3 Gare in den Ofen mit reichlich Schwaden geschoben. Zarte Rösche bekommt man, wenn der Schwaden 5 Minuten vor Backende abgelassen wird.

BT: 250°C fallend 240°C      BZ: 15-16 Minuten

 

 

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Eingereicht auf YeastSpotting!

141 Kommentare

  1. Jochen

    the (D)evolution of Handsemmerl :-)
    Bist du Moped, dass hab ich mir wirklich leichter vorgestellt :-)
    Ich glaub ich komm mal üben zu dir Dietmar ;-)

  2. barbara

    Lieber Dietmar,

    meine ersten Handsemmeln standen heute morgen auf dem Frühstückstisch – sehr fein, ein bischen klein zwar, geschmacklich super … Vielen Dank für die vielen kleinen Offenbarungen, die Dein Blog so bereit hält …

    Herzlichen Sonntagsgruß
    Barbara

  3. Günther

    Hab gestern auch mal wieder Semmeln gemacht, doppelte Menge aber dafür 50:50 W700 und WVK. Etwas mehr Wasser braucht der Teig dann schon aber das merkt man beim Kneten. Ein wenig muß ich noch an der Gleichmäßigkeit arbeiten wobei ich mir die unterschiedliche Ausprägung vom Ausbund nicht 100%ig erklären kann außer daß halt einmal etwas mehr und dann wieder weniger Mehl im Schluß ist.
    Aber hauptsache sie schmecken :-D
    Schöne Grüße,
    Günther

    • Hallo Günther,
      hey da sind aber schon sehr schöne dabei :-)

      Mir fällt auf, das der Ausbund bei den bestreuten Semmerl besser ist als bei den Unbestreuten! Das liegt daran, das sich das Wasser beim besprühen in den Lauchen (im Stern) absetzt. Dadurch kann sich der Ausbund beim Backen besser entfalten ;-)
      Die Semmerl ohne Bestreuung hast du wahrscheinlich kurz vor dem Backen NICHT mit Wasser besprüht oder?

      Der Ausbund der Semmerl kann sich verbessern, wenn diese ca. 5 Minuten vor dem Backen mit Wasser besprüht werden!
      (Vorsicht: Ausbundfehler entstehen sehr oft durch falsche Schwadengabe / nämlich zu wenig!!)

      Lg. Dietmar

      • Günther

        Hallo Dietmar!
        Danke für die ausführliche Antwort! Tatsächlich hab ich die mit Besteuung in Wasser getaucht und dann in die Körndl gedrückt, die ohne eben nur aufs Blech gedreht. Schwaden war sehr wenig weil ich meine Steinschüssel vergessen hab beim Aufheizen des Ofen.
        Als ob Du dabei gewesen wärst :-D
        Schöne Grüße,
        Günther

  4. Roland

    Hallo Didi,

    mein Vorteig war 24 Stunden im Kühlschrank, der Rest des Rezepts punktgenau wie bei dir, nur dass ich die Semmeln ca. 12 Stunden geformt im Kühlschrank hatte (5 °C) ehe sie gebacken wurden. Die Semmeln sind nicht wirklich aufgegangen und teilweise sind die einzelnen Lauchen (heißen die so?) verlaufen.

    Sollte ich den Vorteig noch kürzer reifen lassen und den Teig etwas fester machen, damit ich mehr Ofentrieb bekomme und die Form nicht verläuft? Mehl hatte ich sicher genug beim Formen.

    lg,

    Roland

    • Hallo Roland,
      je länger die Teiglingsgare nach der Aufarbeitung, desto weniger Vorteig sollte im Hauptteig zugeführt werden! Durch die Vorteigführung wird der Kleber geschwächt. Die zusätzliche Langzeitführung schwächt den Kleber weiter, daher der schwache Ausbund/Ofentrieb! Um dies zu vermeiden musst du entweder die Zeit der Teiglingsgare oder die Menge vom Vorteig reduzieren ;-)
      Lg. dietmar

      • Roland

        Und schon klappt’s. Meine sind zwar noch nicht so perfekt wie deine Semmeln, ich habe aber inklusive der Semmeln von heute erst 30 Semmeln in meinem Leben gefaltet :)

      • Hallo Roland,
        des g’freit mi oba :-) :-)
        SUPER!!!
        Lg. Dietmar

      • barbara

        Lieber Dietmar,

        den Vorteig zu diesen verlockenden Sonntagsbrötchen hab ich schon in angegebener Menge. Um wieviel würdest Du das Verhältnis zum Hauptteig reduzieren, wenn die geformten Teiglinge ca. 14 Stunden bei 5° (oder besser 2°?) im Kühlschrank übernachten sollen?

        Herzlichen Dank und Gruß
        Barbara

      • Hallo Barbara,
        bei 14 Std. würde ich die Vorteigmenge halbieren!
        Der Teig hat ansonsten keine Kraft mehr / schwacher Ofentrieb!
        Lg. Dietmar

      • barbara

        Suuper, vielen Dank Dietmar. Dann mach ich mit dem angesetzten Vorteig die doppelte Menge … es knetet schon …

        Herzlichen Gruß, Barbara

  5. Petra C.

    Lieber Dietmar,
    die Handsemmeln habe ich schon ein paar Mal erfolgreich gebacken. Mir fällt auf Deinen Fotos auf, daß Deine Semmeln so einen feinen Glanz haben. Hast Du diese Handsemmeln nach dem Formen / vor dem Backen mit etwas eingestrichen (Wasser mit etwas Sauerteig)? Sieht ganz danach aus.
    Ich will Samstag früh wieder backen und überlege, wie ich vorgehe, daß sie auch so herrlich aussehen.
    Viele Grüße und Danke vorab!
    Petra C,

  6. Nikola

    Hallo Dietmar, super Seite, ein Paradies für mich Hobbybäcker:) Vielleicht hab ich es überlesen, verwendest du bei deinen Rezepten eigentlich frische Hefe oder Trockenhefe?

  7. Elisabeth

    Hallo Dietmar!

    Heute wurden die Handsemmeln gebacken. Meine beiden Jungs haben das Formen besser drauf als ich. Due schöneren wurden von den beiden geformt. Gekostet werden sie heute Abend.

    Liebe Grüße Elisabeth

  8. Stefan

    Hallo Dieter,

    Ich bin ein großer Fan von deinem Blog und hab jetzt zum ersten mal die Handsemmeln ausprobiert. Geschmacklich sehr gut, optisch verbesserungswürdig :)

    Hast du auch ein Rezept für Kaisersemmeln? Bei den Handsemmeln stört mich immer der etwas “schwerere” Teig und ich würde gern einmal so richtig schön luftig, knusprige Kaisersemmeln wie beim Bäcker zusammenbringen!

    Schöne Grüße,
    Stefan

  9. Gottfried

    Hallo Dietmar,
    ich habe heute wieder mal die Handsemmel probiert und ich glaub ich habe die 2/3 Gare wieder nicht richtig erkannt. Kannst du mir sagen, wie lange es dauert bis die geschlagenen Handsemmel die Gare erreicht haben, wenn man die 30 Minuten Kesselgare und nach dem Rundschleifen noch 40 Minuten bis zum Formen wartet – das Ganze aber ohne kühle Gare im Kühlschrank machen möchte?
    Ein kleiner Tip wäre super!

    • Hallo Gottfried,
      ich würde den Teig “sofort” nach dem Kneten teilen und zu runden Kugeln schleifen! Diese anschließend 30-40 Minuten zugedeckt entspannen lassen und danach formen ;-) (durch diese Anwendung ist der Teig viel elastischer und formbarer!).
      Nach dem Formen wird die Gare etwa 50-70 Minuten dauern.
      Lg. Dietmar

  10. Michl

    Hallo Didi,

    ich hab kein flüssiges Malz sondern nur Backmalz. Nehm ich davon auch einfach auch 14 g und fertig oder? Sollte jetzt auch in keiner Überdosis Enzymmenge ausarten, denk ich mir oder?

    Lg michl

  11. Christine

    Hallo Dietmar!
    Haben schon einige deiner Rezepte ausprobiert, und alles hat dank deiner tollen Anleitungen gut geklappt. Vielen Dank dafür!!
    Nur bei den Semmeln Ernte ich Misserfolge. Habe dein Rezept nun 4 mal gemacht und es kommen nur Fläche Fladen heraus, obwohl ich mich ganz exakt ans Rezept halte. Woran könnte das liegen?
    Vielen Dank!!
    Christine

    • Hallo Christine,
      ich glaube du musst einfach nur mehr Mehl beim aufarbeiten verwenden – dir verkleben die Lauchen ;-)
      (vielleicht die Teiglinge etwas früher verarbeiten + früher in den Ofen schieben)
      Lg. Dietmar

      • Christine

        Hallo Dietmar!
        Deine Tips haben mich schon viel weiter gebracht. Danke!
        Trotzdem schaun die Semmeln eher flach aus. Lässt man die Semmeln ganze Zeit verkehrt gehen? Oder dreht man sie zwischenzeitlich um?
        Danke nochmals!
        LG Christine

  12. hallo dietmar
    bin zufällig auf deinen blog gestossen.
    bin sehr froh darüber, den dein blog begeistert mich total.
    da ich schon seit geraumer zeit mit semmelherstellung herumteste, habe ich heute dein rezept probiert.
    mein problem ist, dass meine semmeln nicht aufgehen……weder beim ruhen noch beim backen…..naja, ein klein wenig schon……es kommt eher jourgebäck raus..

    vorteig war 43 std. im kühlschrank. ca. 6-7°C
    die geformten teiglinge (Semmeln) habe ich ebenfalls 6 std. im kühlschrank ruhen lassen.
    danach besprüht und gleich ins rohr eingeschoben.
    siehe selbst das ergebnis, und vielleicht kannst du mir sagen was bei mir falsch läuft.

    PS: die große semmel ist die Lidl-semmel als größenvergleich.

    liebe grüße
    charlie

    • Hallo Charlie,
      unsere Handsemmerl sind vielleicht um eine Spur größer als deine (man darf nie eine Handsemmel mit einer Kaisersemmel vergleichen – gerade die Größe macht den Geschmacklichen Unterschied!!).

      Da man bereits nach 6 Stunden kühler Gare Blasen an der Oberfläche deiner Semmel erkennen kann, würde ich entweder:
      – die Reifezeit des Vorteiges auf 24 Stunden reduzieren
      – die Handsemmel nach dem Formen NICHT mehr in die Kühlung stellen und
      – nach der Kühlschrankgare mind. 40 Minuten bei Raumtemp. vor dem Backen stehen lassen

      Der Grund des schwachen Ofentriebes liegt in der bereits abgebauten Teigstruktur ;-)

      Lg. Dietmar

      • Charlie

        hallo dietmar

        danke für deine antwort.
        ich werd das sicher nochmal probieren.
        wobei, nach dem formen der handsemmel nicht mehr in die kühlung?
        wie lange sollen sie dann bei raumtemperatur rasten, bevor ich sie in den ofen schiebe?
        ok, wenn doch kühlung, dann ca. 40 min. raumtemperatur rasten.
        hab ich das so richtig verstanden?
        :-) :-) :-)

        lg
        charlie

      • Hallo Charlie,
        wahrscheinlich 45-60 Minuten ;-)
        Lg. Dietmar

  13. Helga

    Hallo Dietmar! Muss ich am Rezept etwas ändern, wenn ich die Kühli-Gare um 2-4 Stunden (also auf 8-10h) verlängere? Dieses Rezept schreit ja quasi nach frischen Semmeln fürs Frühstück ;-)
    GLG Helga

  14. Helga

    Hallo Dietmar! Ich probiere heute zum ersten Mal dein Semmerl-Rezept. Kommen deine DIREKT aus dem Kühlschrank in den Ofen?
    GLG Helga

    • Hallo Helga,
      kommt immer auf den Garezustand an!
      Bei 2/3 Gare kannst du sie sofort in den Ofen schieben, ansonsten würde ich sie noch 15-20 Minuten stehen lassen (abgedeckt).
      (Wenn du dir unsicher bist, dann schiebst du die erste Hälfte sofort in denn Ofen – die zweite Hälfte erst nach dem ersten Backen. So kannst du dich am besten herantasten ;-) )
      Lg. Dietmar

      • Helga

        Na dann hab ich eh richtig gehandelt. Ich hab den geschlagenen Semmerln noch 20 min in der warmen Küche gegönnt! Das waren übrigens die besten Semmerln, die ich bisher gebacken habe! DANKESCHÖN!!!

      • Hallo Helga,
        mal was ganz anderes :-) :-)
        Lg. Dietmar

  15. Eva

    Hallo Dietmar!
    Ich würde gern einmal Flesserln backen, ist der Handsemmelteig dafür gut geeignet oder hättest du einen anderen Tipp für mich?
    Danke!

  16. Alex

    Hallo Dietmar
    Zuerst mal vielen Dank für deinen Blog! Ich denke dein Blog ist mit Abstand der beste im deutschsprachigen Raum – und ich kenne viele!

    Was passiert wenn man die Semmeln nach dem Formen nur 2-3 h bei wärmeren Temeraturen (ca. 18°C) gehen lässt – werden die dann nicht so schön oder gar schlechter? Was macht die kühle Gare genau und gibt es da so eine Art Tabelle, wo man mit höheren Temperaturen die Zeit (wenn sie nicht vorhanden ist) abkürzen kann?
    Lg Alex

    • Hallo Alex,
      eine Gare von 2-3 Std. reicht schon aus für tollen Geschmack ;-)
      (Ich hab eine Richtwerttabelle von Langzeitführung mit einer Auflistung von 2/4/6/…16Std. – wäre aber etwas zu lange fürs Kommentar :-( . Das was sich zusätzlich in der Dauer der Langzeit ändert, ist die Vorteigmenge! Je kürzer die Reifezeit bei 4°C, desto höher der Anteil vom Vorteig – somit verhinderst du Geschmackseinbußen :-) ).

      Die Langzeitführung bei 4°C bringt Geschmack – Beitrag folgt demnächst.
      (bei einer Gare von 2-3 Std würde ich 35% der gesamten Mehlmenge im Vorteig ansetzten / Hefe 1,5% im Hauptteig)

      Lg. Dietmar

  17. Verena

    Hi,

    du schreibst eingangs vom Roggenmehl, danach bei den Zutaten steht allerdings Weizenmehl.
    Wie klappt das mit Roggenmehl? Welches kaufe ich da genau und was muss ich beachten?

    Wie entstehen die tollen Bläschen an der Semmeloberfläche?

    Danke,
    Verena

    • Hallo Verena,
      der Teig besteht aus Weizenmehl – aufgearbeitet/formen geschieht mit Roggenmehl ;-)
      (man formt Teige hauptsächlich mit Roggenmehl!)

      Die Blasen entstehen durch die lange und kühle Gare bei 4-6°C im Kühlschrank :-)

      Lg. Dietmar

  18. Swenja

    Lieber Dietmar,

    Du hattest wie immer RECHT!!! :-) :-) :-) Nochmehr viel, viel Schwaden!!!

    Danke
    LG
    Swenja
    PS.: Das ist ja sooooooooooooooooo toll Dich zu haben!!!!

  19. Swenja

    Lieber Dietmar,

    ein frohes neues Jahr wünsche ich Dir!!!!
    Ich habe eine Frage, die Handsemmel gehen bei mir während des Backens immer so aus der Form. Auf der Gare sind sie ganz gleichmäßig und dann beim backen….Warum machen die das denn????
    Liebe Grüße
    Swenja

    • Hallo Swenja,
      weil die Kaisersemmel die Königsklasse ist :-) :-)

      Spaß bei Seite:
      Mir fällt auf, das deine Gebäcksoberfläche nicht glänzt, sondern matt und stumpf ist. Dies bekommt man in erster Linie nur bei zu “wenig Schwaden”!! Bei zu wenig Schwaden entstehen genau solche Dinger ;-)
      Auch “abgesoffener” Schwaden aufgrund zu niedriger Anbacktemperatur könnte die Ursache sein.

      Lg. und ein gutes neues Jahr
      Dietmar

      • Swenja

        hmmmmm….eigendlich “schwade” ich wie ne Verückte! Und heiß ist der Ofen der Ofen auch….vielleicht doch eben Königsklasse…;-)

  20. Christine

    Hallo Dietmar!
    Nach langer Suche habe ich nun Rezepte gefunden, deren Ergebnis endlich dem eines Bäckers gleicht! Vielen, vielen Dank!
    Habe gleich mal die Semmeln gewagt, und ich bin recht zufrieden für den ersten Versuch, das mit dem Formen muss ich aber echt noch üben. Aber ein paar Fragen habe ich doch:
    -) Mir kam der Teig etwas zu salzig vor, habe ich eventuell falsch gewogen, oder schmeckt der Teig von Haus aus salziger?
    -) Die Semmeln sind denke ich nicht gut aufgegangen, hatten etwas von einem Jour-Gebäck. Ich habe die Pate Fermente im Kühlschrank ca 24 Stunden ruhen lassen. Die geformten Semmeln dann über Nacht in den kühlen Wintergarten gestellt, denke, dass es da bestimmt wärmer war als 6 Grad. Könnte daran der Fehler liegen?
    Danke!

  21. Swenja

    Hallo Dietmar,

    hier mein erster Versuch, sehr lecker und noch bißchen schief….

    LG
    Swenja

  22. Anna

    Hallo!
    Ich hab die Semmeln gebacken und geschmacklich waren sie sehr lecker. Leider waren sie etwas zu fest, also nicht so fluffig, wie man es von Semmeln gewohnt ist. Liegt es wahrscheinlich daran, dass ich sie nicht 6 Stunden im Kühlschrank rasten lassen habe? Ich hab leider nicht so viel Platz. Ginge das auch noch irgendwie anders?
    Danke für deine tollen Rezepte!
    LG Anna

    • Hallo Anna,
      das parken im Kühlschrank der Teiglinge ist schon richtig ;-)
      (was ich nicht ganz verstehe: Platz im Ofen oder im Kühlschrank?)
      Lass die Teiglinge vor der Formgebung länger reifen!!

      Ein reifer Teig entwickelt sich im Kühlschrank und im Ofen besser als ein Teigling mit kurzer Teigreife (Teigling ca. 30-40 zugedeckt entspannen lassen – danach formen – noch mal 15 Min. bei Raumtemp. stehen lassen und erst jetzt im Kühlschrank lagern ;-) )

      Lg. Dietmar

      • Anna

        Im Kühlschrank hab ich leider keinen Platz :-)
        Kann ich den Teigling einfach etwas länger bei Raumtemperatur rasten lassen, oder komm ich ohne die Kühlphase nicht zum gewünschten Ergebnis?
        LG

      • Du musst einfach die Teiglingsgare der geteilten Teiglinge verlängern!
        (max. 40 Min.) ;-)
        Lg. Dietmar

      • Anna

        Alles klar, werd ich gleich mal versuchen! Danke!!

      • Anna

        Also länger gehen lassen hat nicht viel geholfen.
        Jetzt hab ich mir aber Backmalz besorgt und dieses statt dem Honig verwendet, siehe da, jetzt sind sie schön locker!
        Danke, LG

  23. Annette

    Hallo Dietmar,

    ein fantstischer Blog, den du hier machst!
    Danke schön für die tollen Anleitungen, ich habe mich mal an den Handsemmeln versucht und auch das Badener Landbrot schon gebacken. Dank deiner Erklärungen ist beides gelungen, naja das Semmeln formen muss ich noch trainieren :D
    Meine Familie ist auf jeden Fall sehr begeistert!
    LG Annette

  24. Melanie

    Hallo Dietmar,

    heute habe ich die Handsemmeln gebacken. Geschmacklich total lecker, aber die Optik lässt noch etwas zu wünschen übrig. Der nächste Pate Fêrmentêe steht bereits im Kühlschrank. Bis ich die Handsemmeln fototauglich hinbekomme habe ich vielleicht auch eine Lösung gefunden, warum ich kein Foto in den Blog laden kann. Es klappt weder mit mozilla, explorer oder chrome obwohl alle Fotos im jpg-Format und kleiner als 800KB sind.

    Lg
    Melanie

  25. Claudia

    Jetzt hab ich mich an deinem Semmelrezept versucht, und da geht es mir wohl wie den meisten: geschmacklich SUPER LECKER, optisch … nun ja … hab sie mit Sesam und Mohn aufgehübscht ;-) dann fallen die “Schlagprobleme ” weniger auf.

    • Helga

      ich find die voll schön! und es beruhigt mich, dass ich nicht die einzige bin, die in diesem fall noch übungsbedarf hat :-)
      meine sind nicht schön (von 15 ist eine halbwegs ordentlich geworden), aber sie schmecken sensationell!

  26. Sandra

    Hallo Dietmar!Meine ersten Handsemmeln sind dank deines Rezeptes geschmacklich echt super geworden. Das Formen muss ich noch üben, also gibts noch keine Fotos ;-). Meine Semmeln waren an der Oberfläche aber ganz matt und nicht so schön glänzend wie auf all den Fotos. Gibts da einen Trick?;-)DANKE -lg S.

    • Bevor die Semmeln in den Ofen schiebst, musst du diese mit Wasser absprühen ;-)
      (kann auch an zu wenig Schaden liegen)
      Mir selber gefallen Handsemmerl mit matter Oberfläche schon fast mehr wie glatt lackierte!
      Lg. Dietmar

  27. Sandra

    Hallo Dietmar!Erst mal Kompliment zu diesem wunderbaren Blog. Ich liebe gutes Gebäck und hier wird man so richtig zum Selbermachen inspiriert. Außerdem ist die Seite optisch echt toll! Ich habe jetzt alles durchstöbert auf deiner Seite, doch leider komm ich nicht drauf, wie das mit dem Schwaben gemeint ist. Ich würde so gerne die Handsemmeln in meinen normalen Haushaltsofen ausprobieren. Doch ich habe keine Idee, wie genau ich das mit dem Schwaben in meinem Ofen lösen könnte. Ich würde mich sehr über eine Antwort freue.
    Danke für diese tolle Seite!:-)LG Sandra

    • Hallo Sandra,
      du meinst wohl Schwaden oder :-)
      Unter Schwaden versteht man erzeugten Wasserdampf in der Backkammer!
      Du erhitzt einfach eine kleine Schale (am besten aus Metall) mit Schrauben oder Kieselsteinen auf 250°C. Beim befüllen des Backofens mit Brot oder Gebäck wird etwas Wasser in die erhitzte Schale gekippt (VORSICHT!). Der folgende Wasserdampf ist für den Ofentrieb wichtig ;-)
      Lg. Dietmar

  28. Damaris

    Hi Dietmar!
    Vielen dank für deinen tollen Blog! (:
    Ich möchte sehr gerne die Semmeln probieren und wollte wissen, ob ich sie mit Ober unterhitze oder heissluft backen soll?
    Ausserdem habe ich zum formen leider kein helles roggenmehl zur Verfügung, da ich im Ausland lebe und es hier nur vollkornroggenmehl gibt. Kann ich auch Weizenmehl verwenden? Und: gibt es eine Möglichkeit, das vollkornroggenmehl heller zu machen, zb in dem ich es fein siebe?

    Vielen Dank und liebe Grüsse!
    Damaris

  29. Hallo Dietmar, kannst du mir bitte helfen? Ich habe versucht mit Kamut Semmeln zu backen und dabei Niederlagen einstecken müssen. Man hat mir erzählt man könne mit Kamut genauso backen wie mit herkömmlichen Weizenmehl aber das kann so nicht richtig sein. Bei meinem ersten Versuch habe ich dein Rezept 1:1 angewendet, schon der Vorteig wurde viel zu fest und beim Hauptteig das gleiche Erscheinungsbild, bin zu Testzwecke aber beim Original gebliebenen. Heraus kämen zähe flache die nur für Knödelbrot taugen. Mir wäre klar Kamut braucht mehr Flüssigkeit. Beim zweiten Versuch habe ich 30 g mehr beim Vorteig und beim Hauptteig 65 g mehr Wasser geschüttet und der Teig ging herrlich auf und war toll zu verarbeiten aber heraus kam das gleiche Ergebnis wie beim ersten mal.
    Was habe ich falsch gemacht? Muß man Kamut versäuern …….? Kannst du mir bitte helfen?
    Mit Dank im vorraus
    Armin

    • reiki-hanne

      Hallo Armin,
      Deine “leidvollen” Erfahrungen kann ich aus tiefster Seele nachempfinden – mir ging es nicht anders.
      Fakt ist offensichtlich eine ausgeprägte Knetempfindlichkeit des Kamutmehls.Dietmar hat mir da entsprechende Kürzung der Knetzeiten empfohlen sowie etwas Zurückhaltung beim Wirken. Wurd dann auch schon besser.
      Ich habe nach mehreren verzweifelten Versuchen dann doch noch gute Erfahrungen mit den “Kamutbaguettes” von Lutz gemacht, der mit einem Vorteig und 12-stündiger Autolyse arbeitet. Irgendwas scheint da geklappt zu haben.
      Viel Glück für den nächsten Versuch und ein schönes Wochenende.
      Liebe Grüße
      Hanne

      • Armin

        Danke fuer die Tipps. Ich werde es weiter versuchen und berichten.
        LG Armin

      • Armin

        Hallo Dietmar, Hallo Hanne, es ist gelungen!
        Beim dritten Versuch ist das Ergebnis schon viel besser.
        Der Teig besteht aus 30 Prozent Kamut Vollmehl 70 Prozent Kamut 700.
        Habe mir über Nacht einen Kamut Vollmehl LM gezogen und auch eingesetzt, aber der braucht noch ein zwei Generationen um richtig aktiv zu werden. Beim Vorteig wurden 20 g mehr geschüttet und hat Super funktioniert.
        Dem Hauptteig ging eine Stunde Autolyse vorraus danach zwei mal Strecken und Falten alle 30 Minuten. Die Stückgare ist zur Gänze entfallen, habe beim zweiten Versuch festgestellt das der Teig eine schlechte Aufarbeitungstoleranz hatte. Habe sie nicht einmal rund geschliefen sondern die ausgewogenen Stücke gleich geformt und auf Backpapier gesetzt. Bei
        2/3 Gare gebacken kam ein ganz passables Ergebnis zustande. Ich finde der Aufwand hat sich gelohnt, die Krumme ist wattig weich und hat eines interessante Farbe und schmecken tun sie auch. Gesund sind die sowieso. Habe schon gedacht Kamut Solo zu backen geht nicht und bin jetzt froh das es funktioniert hat.
        Lg. Armin

      • Hallo Armin
        freut mich, das deine Umsetzungen mit Erfolg gekrönt wurden :-) :-)
        Lg. Dietmar

      • Danke Dir, werde weiter daran arbeiten um die Ergebnisse zu verbessern.
        Ich möchte damit versuchen meiner Frau zu helfen, keine Zöleakie oder Weizenallergie, vermutlich Probleme mit ATI,.
        Lg Armin

      • Werde dir bis zum Wochenende einige Rezepte zukommen lassen ;-)
        Lg.Dietmar

      • Ich möchte dir jetzt schon dafür danken das du dir diese Mühe machst um uns zu helfen. Danke!!!!
        Übrigens, habe heute Morgen die ersten Kamutweckerl aufgebacken, also ich war total überrascht eine so zart resche Kruste hatte ich nicht erwartet, die Krumme ist Goldgelb und ungewohnt weich und saftig, mir kommt es vor sie sind aufgebacken noch besser als frisch aus dem Ofen.
        Lg. Armin

      • Du wirst mich für dumm verkaufen, aber wenn das Gebäck richtig “gebacken” und “aufgebacken” wird, ist dies eine Unschlagbare Kombination!!!
        Eine zarte Rösche, die unheimlich lange anhält ;-)
        Lg.

      • Das kann ich dir zu100% bestätigen, und heute Abend wartet der Sauerteig auf mich, Siegerländer Kruste steht auf dem Programm, den Weizenmehl Anteil will ich durch Kamut 700 und Vollmehl ersetzen, der erste kleine Erfolg hat mich wohl leichtsinnig gemacht.
        Lg. Armin

  30. Marion

    Hallo!

    Erst mal vielen lieben Dank für den tollen Blog! Ich bin schon fleißig drauf und dran Sauerteig anzusetzen (hab grad den 2. Tag hinter mir) und auch die Semmerl haben mich interessiert. Zu letzteren habe ich allerdings eine Frage: während mir beim Brotbacken so ziemlich alles auf Anhieb gelingt, habe ich so meine Probleme mit den Semmelchen. Ich habe mich penibel genaus an das Rezept gehalten, nur irgendwie werden die Dinger – egal wie ich es anstelle – immer flache Fladen. Bis zu dem Schritt, wo sie als 72g – Kugerl ruhen, passt alles super. Sie lassen sich auch toll formen, nur ab dann läuft es irgendwie in eine falsche Richtung. Das Formen klappt noch ganz gut, man sieht den super Stern, so wie er sein soll, nur dann beim Ruhen laufen sie plötzlich in die Breite, der Stern verschwindet, und sie werden … naja ein Fladen :-(. Was mache ich denn da falsch?
    Ganz vielen lieben Dank nochmal im Voraus für die Hilfe!!!
    glg, Marion

    • Hallo Marion,
      wenn dir der Teig nach dem Formen in die Breite läuft, ist das ein Zeichen von einer “falschen Knetung”!
      Wie lange knetest du deinen Teig?
      Könnte es sein, das du deinen Teig Überknetest?
      Dietmar

      • Marion

        Hallo!
        Danke für die rasche Antwort!
        Hmmm, ich habe den Teig mit dem Knethaken meiner Küchenmaschine so lange geknetet, bis er schön glatt und seidig war. Das waren ca 4-5 Minuten. Ist das zu lange?
        Glg, Marion

      • Seidig hört sich vielleicht um eine Spur zu lange an ;-)
        7/3 Minuten würden wahrscheinlich reichen!
        Versuche es einmal so: Nimm die hälfte Teig bei dieser Mischzeit 7/2,5 Min aus dem Kessel, und knete den Rest etwas länger 7/3,5Min.
        Somit weist du am Endergebnis, in welche Richtung du gehen musst ;_)
        Lg. Dietmar

  31. Michael

    Hallo Dietmar,
    erstmal ein großes Dankeschön, daß du uns Backwütigen deine Rezepte zur Verfügung stellst. Habe die Handsemmeln nachgebacken, war auf alles Negative gefasst, wurde aber sehr positiv überrascht, jedoch haben sie für meinen Geschmack zu sehr nach Hefe und auch zu salzig geschmeckt, weshalb ich Hefe & Salz jeweils auf 10 g (2g im Vorteig, 8g im Hauptteig) reduziert habe; zusätzlich habe ich noch 14g Butter hinzugefügt, was den Geschmack schön abrundet ohne dass die Butter zu schmecken ist. Wie lange sollten die Garen beim Hauptteig und anschließend bei den rundgeschliffenen Teiglingen optimal sein und bei welcher Temperatur?
    Damit ich die Semmeln in der Früh backen kann, muss ich sie natürlich bereits geformt über Nacht, also etwa 10-12 Stunden in den Kühlschrank stellen; du schreibst, dass dann der Vorteig aber nur maximal 24 Stunden ebenfalls kühl lagern darf. Ist es nicht so, dass der Vorteig zum Ausbilden eines Aromas länger stehen muss? Wie soll ich diesen Widerspruch lösen?
    Danke schonmal im Vorraus für deine fachmännische Hilfe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael

    • Hallo Michael,
      der Vorteig dient zwar zur Aromabildung, jedoch wird auch zugleich der Kleber geschwächt! Wenn du jetzt einen länger gelagerten Vorteig mit der kühlen Gare verbindest, wirst du an Volumen einbüßen (schwacher Ofentrieb). Die Krume wird nicht luftig und locker sondern dichtporig. Das Aroma geht eher ins säuerliche/ Hefegeschmack! Um das Optimum beim Gebäckes zu erzielen, sollten in Kombination mit der kühlen Gare nur Vorteige mit 24 Stunden Reifezeit verwendet werden.
      Lg. Dietmar

  32. Renate

    Hallo Dietmar,
    hab die Handsemmeln gebacken, nach dem Backen sahen sie allerdings nicht mehr aus wie Handsemmeln. Witzig.
    Das Formen muss ich noch gründlich üben, meine sahen im Vergleich zu deinen eher ein bisschen schlampig gearbeitet aus.
    Aber immerhin hab ich begriffen wie es geht nachdem ich das Video vielleicht 10 mal angeschaut hatte. Und dann hab ich versehentlich die Semmeln mit dem Stern nach oben gehen lassen. Na ja, und nach dem Backen waren von den Sternen nur noch Ansätze zu erkennen. Aber geschmeckt haben sie gut.
    Macht nix, Spaß machts trotzdem.

    Vielen Dank für den klasse Blog und die vielen Rezepte!

    L.G: Renate

  33. Armin

    Hallo Dietmar, habe heute wieder wie schon so oft Handsemmeln gebacken, sind ganz gut geworden aber die schöne gleichmäßige Form von deinen Semmeln werde ich so schnell nicht erreichen, der Abschluss der Aufarbeitung bereitet mir meist Probleme. Eine Lauge wird meist größer als die anderen.
    LG. Armin

  34. Micha

    Hallo,

    zufällig hier drauf gestoßen und Rezept wird ausprobiert :)

    Nur eine Frage hätt ich noch: wie bemerke ich die 2/3 Gare oder ist die Automatisch beim Reinschieben und den Zeiten gegeben?

    Und Typ 550 nach Din Norm kann ich nehmen?

    Daaaanke :)

    • Die 2/3 Gare bezieht ich auf den Garezustand des Teiglings bevor er in den Backofen kommt. Dieser ist mit einer Volumenszunahme nach dem Aufarbeiten von 50% vergleichbar. Bei diesem Garezustand bekommt man den besten Ofentrieb ;-)
      Lg. Dietmar

      • Micha

        Nachgebacken und total lecker. Nur mit der From…da muss ich noch dran üben :)

        Aber vielleicht war es ja auch mehrer Fehler:

        Vorteig nur 24 Stunden, da irgendwie plötzlich der Sonntag vor der Tür stand.

        Teiglinge hergestellt und – oder sollte es so nicht sein- mit der geformten Seite auf das Blech legen?

        Fast 12 Stunden im Kühlschrank, da Samstag eine Feier war.

        Teig ein wenig zu flüssig gewesen, da nach dem umdrehen die Form nicht mehr ersichtlich war. (Evtl bei Übernachtgare nicht Umdrehen?)

        Nichts mehr gemacht, reingeschoben und es bildeten sich kleine Bläschen auf der Kruste die nach dem Rausnehmen noch knackten.
        Lecker, selbst die Kinder fanden die Brötchen Klasse.

        Selbst Abends schmeckten die Brötchen (Semmeln) besser als die die wir eben so vom Becker kauften, die sind dann so weich, gummiartig.

      • Hallo Micha,
        1) Wenn der geformte Teig noch einmal in die “Lange und Kühle” Gare kommt, sollte der Vorteig NICHT älter als 24 Stunden sein! Der Kleber baut im Vorteig schon zu stark ab, daher verschwimmt dir der Ausbund der Handemmerl am meisten!
        2) Ich lege immer die geformten Handsemmerl mit dem Stern nach OBEN auf das Blech! Meiner Meinung wird dies seit eh und je falsch gelehrt und weitergegeben. Handgeschlagene Handsemmerl haben einen “gefalteten Stern”, der sowieso nicht blind wird – dagegen “gestanzte Semmerl” werden ohne umdrehen im Ausbund blind!
        3) Kleingebäck das in der Langzeit reift, ist sehr anfällig im zusammenfallen bei voller Gare (Brote sind leichter zu behandeln)!
        4) Wenn der Stern nach oben liegt, kann dieser seine Form besser entfalten.

        Aber trotzdem ziehe ich die Bäckermütze vor “jedem”, der sich über die Handsemmel stürzt – immerhin ist es die “Königsklasse” des Handgebäcks ;-)

        Etwas Übung und Du wirst sehen, es geht eigentlich ganz einfach von der Hand
        Dietmar

      • Armin

        Hallo Dietmar, gestern war wieder mal Zeit für Handsemmeln und da kam dein Kommentar genau richtig. Habe das Salz- Hefe- Verfahren angewendet, arbeite gerne damit, der Teig wird anders, besser und lässt sich toll aufarbeiten, wenn ich auch nicht weiss wieso eigentlich!? Habe die Semmeln mit dem Stern nach oben zur Gare gestellt und es hat sehr gut funktioniert, Geschmack sowieso Top und die Krume locker nur die Optik ist noch lange nicht so wie bei dir. Aber mit viel Übung wird es noch werden.
        LG Armin

      • Hi Armin,
        in der Salz-Hefe-Lösung befinden sich nur mehr die Gärenzyme – diese bewirken eine gleichmäßige Teigentwicklung! Die Teige werden nicht mehr so schnell “bockig” und sind länger und gleichmäßig zum Aufarbeiten.
        Lg. Dietmar

      • Armin

        Danke Dietmar, habe es jetzt begriffen, das mit der Toleranz bei der Aufarbeitung ist mir in der Praxis schon positiv aufgefallen. Übrigens habe ich für mich, ich nenne es mal Finale Handknetung, eingeführt, meine Küchenmaschine ist nicht zum Brot backen geboren. Die Maschine mischt die Zutaten ich knete fertig, hat sich in der Praxis bewährt und man kriegt nebenbei das richtige Gefühl für den Teig und der Gare, kann diese Methode nur empfehlen.
        LG Armin

      • Meinst du das “Schlagen” auf die Tischfläche?

      • Armin

        Hi, wenn ich richtig verstehe meinst du das Hochnehmen und anschließende Aufschlagen des Teiges auf die Arbeitsfläche wobei sich der Teig dehnt, gestreckt wird, und durch das Aufschlagen geknetet. Bei mir ist es meist eine Kombination von Schlagen und Einkneten ich knete den Teig von außen nach innen ein wobei ich das Teigstück drehe. Dabei gelingt es Luft in den Teig ein zu arbeiten. Zum Abschluss schleife ich den Teig rund und stelle ihn zur Ruhe.
        Wenn du noch einen Tipp für mich hast bin ich dir dankbar.
        Lg Armin

  35. Herbert

    Hallo Dietmar,
    nachdem die Salzstangerln mit Deinen Tips auf den ersten Versuch so gut geworden sind, wage ich mich an die Kaisersemmeln.
    Ich habe aber wieder 2 Fragen:
    Was bringt das gekühlte Wasser in den Rezepten im Vergleich zu Wasser mit Raumtemperatur oder auch 26° wie man es in einigen Rezepten auf anderen Seiten liest?
    Was bringt die lange Gare bei tiefer Temperatur im Vergleich zu ‘kurzer’ Gare bei Raumtemperatur?
    LG aus Bayern

    • Hallo Herbert,
      freut mich das dir die Salzstangerl beim ersten Versuch gelungen sind :-)
      Frage 1:
      Du must die Schüttwassertemp. immer zwischen Brotteigen und Weizenkleingebäck unterscheiden!
      – Roggenteige sollten immer warm geschüttet werden, den “Nur” so bekommt man eine lebhafte Krume! Zu kalte Brotteige weisen als Hauptmerkmal eine zu dichte Porung auf! (Natürlich sind auch oft andere Fehler Schuld, aber dieser ist meist das einzige Problem)
      Roggenteige sollten eine TT von 32-34°C haben, daher ist eine Wassertemp. von 35-40°C nicht selten ;-)

      – Weizenteige sollten je nach Vorteigführung und Zutatentemp. eine Teigtemperatur von 25-26°C haben! Schüttwaser hierbei bewegt sich zwischen 5-10°C, wobei auch die Misch. und Knetzeit eine Rolle spielen (Teigerwärmung beim Kneten)
      KÜHLE (kälter als 22°C) Weizenteige reifen langsamer, schmecken fad, weisen eine feuchte Teigoberfläche auf, kleben gerne bei der Aufarbeitung,…
      WARME (wärmer als 29°C) Weizenteige reifen zu schnell, Teige werden bei der Aufarbeitung BOCKIG, Teiglinge verhauten schnell, die gebackene Gebäcksoberfläche wird matt (kein glanz),…

      2. Die kühle und lange Gare bringt:
      – tolle Färbung (Goldbraun)
      – mehr Geschmack (kommt aber auf die Teigführung an)
      – etwas kleineres Volumen (nicht aufgeblasen)
      – wattige Krume

      Ich hoffe ich habe dir ein wenig weiterhelfen können, bei Fragen melde dich einfach :-)

      Schöne Grüße Dietmar
      – bessere Zeiteinteilung (Frühstücksgebäck ohne Arbeit / am Vorabend)

      • Herbert

        Hallo Dietmar,

        welche Vorgehensweise empfiehlst Du für das Aufbacken von Semmeln, speziell die man eingefroren hat?

        Liebe Grüße aus Bayern!

      • Hallo Herbert,
        Backrohr auf 230°C vorheizen – das gefrorene Gebäck in den Ofen – 3 Minuten Backen – Gebäck aus dem Ofen nehmen – und noch 5-10 Minuten ziehen lassen!
        Nach den 3 Minuten Aufbackzeit ist das Gebäck noch im Kern gefroren, jedoch taut dies in den weiteren Minuten rasch auf. Der gefrorene Kern sorgt für eine saftige Krume und einer zarten Kruste ;-)
        Lg. Dietmar

  36. HALLO Dietmar!
    Kann man auch trockenmalz verwenden?
    Wie muss man das umrechnen?
    lgpetra

    • Hallo Petra,
      klar kannst du auch Trockenmalz verwenden! Normalerweise ist eine Dosierangabe vorgeschrieben, aber sollte dies nicht der Fall sein, so würde ich etwa 2-4% Trockenmalz aufs Gesamtmehl nehmen (1000g Weizenmehl / 20-40g Trockenmalz).
      Lg. Dietmar

  37. Ich möchte das Rezept gerne nachbacken, schätze aber meine Fähigkeiten als so gering ein, daß ich mir das Handschlagen nicht zutraue. Wenn ich einen Semmeldrücker benutze, wie sollte ich vorgehen? Wann sollte ich die Rohlinge eindrücken, und wie lang sollte ich sie nach dem Eindrücken gehen lassen?

    • Servus,
      wenn man Semmel mit einem Semmeldrücker macht, sollte man:
      – die Teiglinge nach der Reifezeit zu runden “Kugeln” schleifen (nicht zu streng)
      – zugedeckt etwa 30-40 Minuten entspannen lassen
      – nun den Semmeldrücker fest und tief eindrücken
      – die “gestanzten” Teiglinge nun auf die gestanzte Seite drehen, und zugedeckt bis zur 2/3 Gare garen lassen
      – erst vor dem Backen werden die Teiglinge umgedreht und mit Wasser abgesprüht
      – mit reichlich Schwaden backen (250°C fallend 230°C /ca. 15-17 Minuten / letzten 3 Minuten Schwaden ablassen)
      fertig ist die perfekte Semmel :-)
      Lg.

  38. Wow. Genial ich freu mich. :-)

    Danke im Voraus
    Sg Mathias

  39. Man findet zahlreiche Rezepte mit Weizen aber mit Dinkel leider nicht. :-(
    Deshalb mal die Frage an die Profis – gehts mit Dinkel Ueberhaupt ohne irgendwelche Zusaetze?

    Mein Problem ist: Entweder ist der Teig zu weich, sodass nach der Formung und der Reife keine Formung mehr erkennbar ist :-) … Oder der Semmeln wird nach dem backen zu fest.

    Wie könnte ich das Rezept abändern? Einfach statt Weizen Dinkel ging nicht :-) bei mir.

    Vielen Dank im Voraus
    Mathias

    • Hallo Mathias,
      na das nennt man einen Gedankengang :-)
      Kurz bevor du mir geschrieben hast, stellte ich mir die Frage, ob ich es nicht auch mit Dinkelsemmerl versuchen sollte?
      (kurz darauf hast du mir geschrieben)
      Ich werde dir kommende Woche ein Rezept mit Dinkelsemmel bloggen, und weil ich einem weiteren Leser ein Dinkelbrot versprochen habe, werde ich kommende Woche dem Dinkel widmen.
      Also hab noch etwas Geduld, …
      Lg. Dietmar

  40. Wundervoller Blog! Ich freue mich auf weitere Beiträge!
    Danke!
    LG

  41. Deine Handsemmel sehen klasse aus, sind eines Kaisers würdig.

  42. Dem leckeren Brötchenrezept konnte ich natürlich nicht widerstehen und jetzt können wir uns auf rösche, leichte Brötchen zum Frühstück freuen.
    Danke für das schöne Rezept. :)
    http://www.backfreaks.de/comment/9695#comment-9695

  43. Ich will es mal so ausdrücken: bei einer der Semmeln kann man ansatzweise erahnen, was es hätte werden können, wenn man die Technik beherrschte. Mein Daumen war immer an der falschen Stelle! Aber geschmacklich ein Traum, fluffig, knusprig, aber Kruste nicht zu dick und hart – LIFE IS BEAUTIFUL!
    Liebe Grüße und vielen Dank.
    Hanne

  44. Hallo Dietmar!
    Semmeln gabs Heute zum Frühstück, sind mir so halbwegs gelungenb. Geschmack super. Ich werde einfach mehr üben müssen. Hab meine Technik geändert, so wie in deinem Video. Fürs erste eigentlich ganz gut.
    Hier das Ergebnis: http://www.samskitchen.at/?p=1040
    lg SAM

    • Hi Sam,
      du musst echt zufrieden sein, schließlich handelt es sich um das schwiergigste Handgebäck in der Bäckerei! Ich kann dir versichern, das viele die zur *Meisterprüfung* antreten, nicht einmal solche Handsemmerl können. Darum verblüfft es mich umso mehr, wenn Hobbybäcker wie du, solche Qualität erzeugen :-)
      Auch ich habe lange dafür gebraucht und geübt!
      Lg.
      (Die Bläschen sind genau mein Geschmack)

  45. Wie lange sollten die teiglinge nach der Kühlung/vor dem backen etwa gehen? Oder habe ich das im rezept uberlesen?

    • Hallo Dale,
      die Handsemmel sollte bei 2/3 Gare in den Ofen kommen. Normalerweise reifen die Handsemmerl in der Kühlung nach. Darum genügt es, die Handsemmerl kurz bei Raumtep. stehen zu lassen. Das Handsemmerl sollte aber schon auf die richtige Seite gedreht sein, dadurch entwickelt sich der Ausbund besser.
      Bei mir und auch in unserer Bäckerei kommen die Handsemmerl gleich mit dem Stern nach oben in die Kühlung! Grund dafür ist ein schönerer Ausbund! Dies sollte aber erst angewannt werden, wenn die Handkaiser exakt geformt ist.
      Du kannst ja zu testen gleich einmal einen Versuch starten :-)
      Lg.

  46. Hallo Dietmar, habe schon sehnsüchtig auf das Rezept gewartet, meine Semmeln sind alle brauche aber täglich welche für meinen Nachwuchs. Vorteig habe ich noch vor der Arbeit gemacht Rezept um 50% erhöht, brauche Material zum üben.
    Danke für das Rezept.

  47. Hallo Dietmar!
    Super Semmel super Rezept – der Teig wird gleich angesetzt. Werde versuchen deine Semmeln zu kopieren.

    So schauen meine aus. http://www.samskitchen.at/?p=621

    lg SAM

  48. Schönen guten Morgen – schieb mal eins oder zwei oder drei durchs Netz ;-) sitze hier beim ersten Kaffee des Tages und bei den Bildern gelüstet es mich nach einer lecker Semmel & einem Frühstücksei *sabber* – echt klasse, Chapeau. Und toll, dass die kalt reifen, das ist mir das liebste :-) Könnte man die kühle Gare evtl, um 2-3 Std, verlängern? Herzlichst Nadja

  49. Vielen Dank fuer Rezept und Video!!! Ich wollte schon lange richtige Semmeln backen und werds jetzt endlich mit deiner Anleitung angehen :)

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