Maronibrot

Da hab ich nun meinen Lesern einen Dinkelstollen versprochen und was kommt dabei raus – ein „Maroni Brot“. Nach dem 3 Fehlversuch einen genießbaren Dinkelstollen zu erzeugen (2 davon mit Schleudertrauma durch die Backstube), entstand dieses Brot aus der Not noch vorhandener Zutaten. Auch bei mir fliegt oft was in die Tonne aber gleich drei mal hinter einander – das war für einen vierten Versuch einfach zu viel!

Nun stand ich mit leeren Händen in der Backstube und versuchte verzweifelt die Fehler meiner misslungenen Stollen zu finden aber nach einer halben Stunden Ratlosigkeit schlugen die Füße bereits Wurzel in den Boden. Es gab also nur eine Alternative um Ablenkung zu schaffen, ein Brotteig musste so schnell wie möglich durch meine Finger gleiten aber welcher und mit welchen Zutaten?

Genau in diesem Augenblick ging Alfred (unser Konditormeister) mit einer Schachtel Maroni Püree unterm Arm vorbei und sofort war der Gedanke eines Maronibrotes entstanden, aber wie und welchen Sauerteig?

Ein Kübel Weizensauerteig war ja noch vorhanden und der Roggensauerteig stand noch unbegrenzt zur Verfügung. Eine zusätzliche Mehlkombination aus T80 und Roggen-Vollkornmehl gemischt mit Maronipüree wäre einmal eine Abwechslung der besonderen Art. Also fehlte für das geistige Maronibrot nur mehr ein Zettel mit Schreiber!

Rezept

Weizensauerteig:

  • 95g T80
  • 95g Wasser
  • 10g Anstellgut

TT: 28°C    TA: 200    RZ: 15-18 Stunden

Roggensauerteig:

  • 180g Roggenmehl Type 960
  • 180g Wasser 35-40°C
  •   40g Anstellgut

TT: 26-28°C      TA 200     RZ: 18-24 Stunden

Hauptteig:

  • 200g reifer Weizensauerteig
  • 400g reifer Roggensauerteig
  • 200g Maronipüree
  • 600g T80
  • 300g Roggenvollkornmehl
  • 500g Wasser
  •   30g Meersalz
  •     5g Hefe

TA: 166   TT: 32-34°C    MZ: 7/1    RZ: 30 Minuten

Alle Zutaten werden am langsamen Gang 7 Minuten gemischt. Um etwas Luft unter den Teig zu bringen sollte der Teig noch eine weitere Minute am schnellen Gang geknetet werden (NICHT länger). Nach dem Kneten reift der Teig für weitere 20 Minuten zugedeckt im Kessel.

Nun kann der Teig nach belieben geteilt und geformt werden – entweder in einem ganzen Stück oder geteilt zu runden Laiben oder Striezeln.

Gebacken wird das Maronibrot bei 250°C fallend 200°C mit Schwaden. Schwaden nach 3 Minuten ablassen und je nach gewählter Teigeinlage Backen.

Eingereicht auf YeastSpotting